Grammatik-Angaben

Nom. Sg. Aal m.
Gen. Sg. Aals
Nom. Pl. Aale

Die Aale (Anguillae) sind eine Knochenfischgattung und Familie aus der Ordnung der Aalartigen (Anguilliformes). Sie werden einen halben bis zwei Meter lang und haben einen schlangenförmigen Körper mit einem durchgehenden Flossensaum auf dem Rücken. Aale haben gut entwickelte Brust-, aber keine Bauchflossen; ihre Zähne sind kurz und spitz, die Zunge ist fleischig und zahnlos.

Aale sind flussabwärts ziehende Wanderfische, die ihr Erwachsenenleben in Süßgewässern verbringen und zum Laichen ins Meer wandern. Da die Kiemenöffnungen gut schließen, können Aale längere Zeit außerhalb des Wassers überleben, ohne dass die Kiemen austrocken. Die Haut des Aals ist relativ dick und enthält Schleimdrüsen, die den ganzen Aalkörper mit zähem, schlüpfrigem Schleim überziehen. Dadurch ist es den Aalen auch möglich, mit schlangenartigen Bewegungen über eine Feuchtwiese von einem Gewässer zum anderen zu gelangen. Gefangen wird der Aal meistens in Reusen. Das früher übliche Aalstechen mit Hilfe des dreizackartigen Aalstechers ist seit den 50er Jahren aus Tierschutzgründen verboten.

Aalfleisch hat mit 24,5 % den höchsten Fettgehalt von allen in Europa üblichen Speisefischen (zum Vergleich: Thunfisch 15,5 %, Hering 15 %, Lachs 13,3 %, Karpfen 4,7 %, Scholle 1,9 %, Hecht 0,7 %). Da sich Aale nur mit sehr viel Aufwand züchten lassen und die Bestände an Wildaal aufgrund der schlechteren Umweltbedingungen seit Jahren zurückgehen, ist Aal in Deutschland vergleichsweise teuer. Dies zusammen mit dem heutzutage unerwünschten, extrem hohen Fettgehalt macht den Aal zu einem Speisefisch, der eher bei besonderen Gelegenheiten als im Alltag gegessen wird.

Früher wurde die Aalhaut als eine Art Lederersatz verwendet, was von einigen Modeschöpfern in jüngster Zeit wieder aufgegriffen wird, weil man dadurch ethische Fragen der Tierhaltung zum Zwecke der Pelz- und Ledergewinnung zu umgehen hofft.