Grammatik-Angaben

Nom. Sg. Hering m.
Gen. Sg. Herings
Nom. Pl. Heringe
Die Heringe (Clupeidae) sind eine weltweit vorkommende Familie der Echten Knochenfische (Teleostei). Die bekannteste Art ist der namengebende Atlantische Hering (Clupea harengus). Der schlanke, seitlich abgeflachte und durchgehend beschuppte Fisch kann bis zu 45 cm lang und 1 kg schwer werden, bleibt aber meist kleiner. Der Rücken ist stahlblau, dunkelgrau oder grünlich, Seiten und Bauch sind silbrig. Der Atlantische Hering ist ein Schwarmfisch und ernährt sich von Plankton.
Die Fortpflanzung erfolgt im Frühjahr in küstennahem offenem Wasser. Jungfische sind nach 3 bis 7 Jahren geschlechtsreif. Heringe können über 20 Jahre alt werden.
Heringe werden traditionell mit Netzen gefangen. Die traditionellen Fanggründe liegen in der Ostsee, wo die Bestände allerdings seit dem 16. Jh. zurückgehen, und im Nordatlantik. Derzeit gilt der Atlantische Hering, obwohl er sehr stark befischt wird, nicht als bedroht.
Heringsfleisch hat einen hohen Nährwert, eine gute Fettsäurenzusammensetzung und einen hohen Jodgehalt. Die Fleischqualität ändert sich allerdings infolge der Fortpflanzungsphasen, weil der Matjeshering, der weder Rogen noch Spermamilch hat, große Fettreserven aufbaut, die auch als Geschmacksträger dienen. Mit der Ausbildung von Rogen und Sperma beim sogenannten Vollhering gehen die Fettreserven und damit die Geschmacksstoffe zurück. Vollhering wird daher traditionell eher geräuchert. Schließlich verliert der Hering beim Ablaichen weiter an Körperfett und das Fleisch wird mager und trocken. Dieser sogenannt Hohlhering wird daher vorzugsweise mariniert.