Grammatik-Angaben

Nom. Sg. Honig m., auch: n.; auch: Hönig
Gen. Sg. Honigs
Nom. Pl. Honige

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenbezeichnung als Vorderglied

  • Akazienhonig m. Honig aus Akaziennektar Noch delikater soll freilich der Akazienhonig sein, und für zwei Glas Akazienhonig wurde bei der Ausstellung in Bremen dem Baron Ambrozi aus Gyarmartya bei Temeswar ein Preis zuerkannt (Deutsche Monatshefte 8, 1876).
  • Buchweizenhonig m. Honig aus Buchweizennektar So sieht der Heidenhonig (welcher in der lüneburger Heide gewonnen wird) röthlich, der Buchweizenhonig grün, der Lindenhonig, welcher in Polen, Lithauen und Rußland meistens von wilden Bienen in Baumstämme gelegt wird, ganz weiß aus (Damen Conversations Lexikon, 1835, s.v. Honig).
  • Feigenhonig m. Honig aus Feigennektar Algerien erzeugt auch Honig von den daselbst befindlichen Bäumen und Pflanzen, Orangen, Feigenhonig u. s. w. (Melicher, Die Bienenzucht in der Weltausstellung zu Paris 1867 und die Bienencultur in Frankreich und in der Schweiz, 1868). - Mel caryarum. Feigenhonig (Reformation und erneuwerte Ordnung der Apotecken, 1609).
  • Kleehonig m. Honig aus Kleenektar Der reine Kleehonig hat keine, wenigstens nur kaum wahrnehmbare Farbe (Bienenwirtschaftliches Zentralblatt 21, 1885).
  • Kräuterhonig m. (1) Honig aus Kräuternektar doch ist der Haidehonig von geringerer Güte als der Kräuterhonig (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Biene [1]).
  • Lavendelhonig m. Honig aus Lavendelnektar die Leute aus der Ebene halten da oben in der Einsamkeit in diesen Stöcken ihre Bienen, welche den duftigsten Lavendelhonig bereiten (Jahrbuch des Schweizer Alpenclub 10, 1875).
  • Lindenhonig m./n. Honig aus Lindenblütennektar Die kleine Magd war herangekommen, einen Korb am Arme, und die Bäuerin half ihr, seinen Inhalt auf dem Tisch ordnen: blanke Teller und Gläser, eine Flasche mit Wein, ein Laib Brot, ein schönes Stück Butter und herrlichen Lindenhonig in hellgelber Wabe (Ebner-Eschenbach, Mašlans Frau, 1897). - Das Lindenhonig, des -es, plur. inus. dasjenige Honig, welches von den Bienen von der Lindenblüthe eingetragen wird, und welches eine schäbliche Schärfe hat (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).
  • Rapshonig m. Honig aus Rapsnektar Hauptsächlich ist der Rapshonig der Missethäter, welcher meistens die Durstnoth erzeugt, und sollte man diesen so viel als möglich durch Ausschleudern aus den Stöcken entfernen (Bienen-Zeitung 29, 1873).
  • Rübsenhonig m. Honig aus Rübsennektar Rübsenhonig, hellgelb, dem vorigen wenig nachstehend (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Honig [1]).
  • Tamariskenhonig m. Honig aus Tamariskennektar Es gab da Tabak aus Räscht, besten Opium, Haschisch, Tamariskenhonig, Hennah, Krapp aus Täbriz, Safran und Saflor (May, Im Reiche des silbernen Löwen II, 1898).
  • Tannenhonig m. Honig aus Tannennektar Herr Görner aber schiebt standhaft die Schuld auf den Fichten- und Tannenhonig, der in der unteren Gegend häufig ist, wo eben auch die Faulbrut oder Bienenpest verheerend auftritt (Wochenblatt der Land-, Forst- und Hauswirthschaft 13, 1862).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenteilbezeichnung als Vorderglied

  • Blumenhonig m./n. (1) Honig aus Blütennektar Das Frühlingshonig. Es wird aus Blumen gemacht, und heißt auch daher Blumenhonig (Große, Cajus Plinius Secundus, Naturgeschichte, 1782).
  • Krauthonig m./n. Honig von Bienen, die nur in Gärten und Brachfelder gehtDer Zeit nach unterscheidet man Frühlings- (Kraut-) H., Sommerhonig u. Herbsthonig (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Honig [1]). - Das Krauthonig, des -es, plur. inus. dasjenige Honig, welches die Bienen zur Palmzeit aus den Baum- und Gartenblüthen sammeln; zum Unterschiede von dem Heidehonig (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).
  • Lindenblütenhonig m. Honig aus Lindenblütennektar Lindenblüthenhonig (in Rußland Lippitzhonig genannt), weist, lieblich riechend u. angenehm schmeckend (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Honig [1]).
  • Palmhonig m./n. (1) Honig aus Baumknospennektar Palmhonig, Honig, welchen die Bienen in der Zeit sammeln, wo die Baumknospen aufbrechen (Pierer's Universal-Lexikon, 1861, s.v.). - Der Palmhonig, des -es, plur. inus. in der Bienenzucht, dasjenige Honig, welches die Bienen in der Palm- oder Knospenzeit eintragen sollen, ungeachtet die Palmen kein Honig, sondern nur Bienenbrot geben (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v.).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Bezeichnung eines tierischen Ausgangsprodukts als Vorderglied

  • Honigtauhonig m. Honig aus Honigtau Wer ist denn im Stande, mir aus meinen Völkern den schädlichen Fichten-, Blattlaus- und Honigthauhonig auszusuchen? (Imkerpraxis 9, 1887).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Vorderglied

  • Alpenhonig m. in den Alpen produzierter Honig Und wenn Sie dann zurückkommen, dann bring' ich Ihnen Ihr Frühstück – einen frischen Alpenhonig und oan guten Schinken! (Blumenthal, Im weißen Rößl, 1898).
  • Gartenhonig m./n. von Gartenbienen erzeugter Honig im Gegensatz zum Wildhonig Gartenbienen, zahme Bienen in Bienenstöcken in Gärten gepflegt; daher der Honig derselben Gartenhonig (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v. Gartenbienen). - Das Gartenhonig, des -es, plur. inus. das Honig von den Gartenbienen; zum Unterschiede von dem Beutenhonige oder Waldhonige (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).
  • Heidehonig m. Honig aus dem Nektar von Heidepflanzen Am besten gedeihen die B-n in nicht zu hohen, nicht sumpfigen, an kleinen Wässern gelegenen Orten, wo nicht zu viel Getreide gebaut wird u. wo es viel Bienengewüchse (s. oben I.) gibt; am besten in Haiden (Bienengegenden): doch ist der Haidehonig von geringerer Güte als der Kräuterhonig (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Biene [1]). - Der Heidehonig, des -es, plur. inus. Honig, welcher von solchen Bienen gesammelt worden, welche man in unfruchtbaren Heiden stehen gehabt, und hochgelb von Farbe ist (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).
  • Heidenhonig m. Honig aus dem Nektar von Heidepflanzen So sieht der Heidenhonig (welcher in der lüneburger Heide gewonnen wird) röthlich, der Buchweizenhonig grün, der Lindenhonig, welcher in Polen, Lithauen und Rußland meistens von wilden Bienen in Baumstämme gelegt wird, ganz weiß aus (Damen Conversations Lexikon, 1835, s.v. Honig).
  • Landhonig m. auf dem Land produzierter Honig Zwei Theile Landhonig werden zu dem Ende in einem verzinnten Kessel mit 3 Theilen Brunnenwasser bis zum Sieden erhitzt (Dinglers Polytechnisches Journal, 1868). - Der dritte und letzte ist der weisse Honig/ der innerhalb 20. bis 30. Meilen um Paris herum fällt, und den Namen Landhonig bekommen hat (Pomet, Der aufrichtige Materialist und Specerey-Händler, 1717).
  • Waldhonig m. Honig aus Waldpflanzennektar Waldhonig, so v. w Wilder Honig (Pierer's Universal-Lexikon, 1864, s.v.). - Das Waldhonig, des -es, plur. inusit. das Honig von Waldbienen, wildes Honig (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1801, s.v.). - Als Jonathan/ König Sauls Sohn/ ermüdet und ermattet war/aß er Waldhonig/ und wurde dadurch mercklich gestärcket (Klaj, Trauerrede über das Leiden seines Erlösers, 1650).
  • Wiesenhonig m. Honig aus Wiesenpflanzennektar Ich schenkte ihr von meinem Wiesenhonig, und das war die letzte Gabe, die ein Mensch aus meiner Hand empfangen hat (Storm, Die Regentrude, 1864).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Behälterbezeichnung als Vorderglied

  • Tonnenhonig m./n. mitsamt den Scheiben in Tonnen gestampfter Honig Nach solchem Tonnen-Honig waren natürlich die Preise sehr niedrig gestellt (Bienenvater 26, 1894). - Der Tonnenhonig, des -es, plur. car. derjenige Honig, welcher nach der Ausbrechung mit den Scheiben in Tonnen gestampft wird, und auch Rauchhonig heißt; zum Unterschiede von dem Seimhonige (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1801, s.v.).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Zeitbezeichnung als Vorderglied

  • Frühlingshonig m./n. im Frühling erzeugter Honig Der Zeit nach unterscheidet man Frühlings- (Kraut-) H., Sommerhonig u. Herbsthonig (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Honig [1]). - Das Frühlingshonig. Es wird aus Blumen gemacht, und heißt auch daher Blumenhonig (Große, Cajus Plinius Secundus, Naturgeschichte, 1782).
  • Herbsthonig m. im Herbst erzeugter Honig Der Zeit nach unterscheidet man Frühlings- (Kraut-) H., Sommerhonig u. Herbsthonig (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Honig [1]). - Röthlicht ist endlich der Herbsthonig vom Heidekraute (Neuer Schauplatz der Natur 4, 1777).
  • Maihonig m. im Mai erzeugter Honig Der Maihonig ist der beste (König/Geith, Waaren-Lexikon, 1860).
  • Sommerhonig m./n. im Sommer erzeugter Honig Der Zeit nach unterscheidet man Frühlings- (Kraut-) H., Sommerhonig u. Herbsthonig (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Honig [1]). - Das Sommerhonig, des -es, plur. inus. in der Bienenzucht, dasjenige Honig, welches die Bienen im Sommer eintragen (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1801, s.v.).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Bezeichnung eines Bienenstockteils als Vorderglied

  • Martenhonig m./n. Wabenhonig Mahrte, w., M. -n, niederd. eine Wachsscheibe im Bienenstock, Wabe; daher der Mahrtenhonig, Scheibenhonig, Honigseim (Heyse, Handwörterbuch der deutschen Sprache, 1849, s.v.). - Die Mahrte, plur. die -n, ein nur im Niedersächsischen übliches Wort, wo die Wachsscheiben in den Bienenstöcken diesen Nahmen führen. Brotmahrten, die Brotscheiben, Drohnenmahrten, Drohnenscheiben. Daher das Mahrtenhonig, das Scheibenhonig, ungeseimtes Honig (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v. Mahrte).
  • Scheibenhonig m./n. Wabenhonig Es dauerte nicht lange, so standen Schüsseln mit Schweinefleisch, Wurst, Blutklößen und Scheibenhonig, nebst Bier- und Methkannen auf dem Tische (Kreutzwald, Ehstnische Märchen, 1869). - Der Honigseim, des -es, plur. inus. ungeläutertes Honig, so wie es in den Honigscheiben befindlich ist, oder von selbst aus denselben heraus träufelt; ein Ausdruck, welcher in der Deutschen Bibel häufig vorkommt, im Hochdeutschen aber ungewöhnlich ist, wo man ein solches Honig Jungfernhonig, Scheibenhonig, und im Nieders. Maartenhonnig nennet (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v. Honigseim).
  • Wabenhonig m. mitsamt den Waben verzehrbarer Honig Und damit brach das Gespräch ab, und die beiden Touristen par excellence machten sich an ihr Frühstück mit Ei und Wabenhonig (Fontane, Cécile, 1886).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Vorderglied

  • Bienenhonig m. von Bienen erzeugter Honig außer den Mäuslein stand noch Butter da und die blaugeblümte Büchse voll Honig; es war zwar kein Bienenhonig, sondern nur Kirschmus, ungefähr von der Farbe von Herminens Augen (Keller, Das Fähnlein der sieben Aufrechten, 1860). - Lebt wie andre Wespen vom Raube des Bienenhonigs (Blumenbach, Handbuch der Naturgeschichte, 1779).
  • Hummelhonig m. (1) von Hummeln erzeugter Honig Beim Herausnehmen der Wabenstücke bemerkte Vogel, daß Hummelhonig sehr flüssig ist (Witzgall, Illustriertes Handbuch der Bienenzucht, 1889). - Seine Speise besteht in Wurtzeln, Eicheln und Holzobste, Fröschen, Mistkäfern und anderen Insecten, Hummelhonig, Eyern von Vögeln, auch wohl jungen Vögeln und kleinen Thieren (Schreber, Die Säugthiere in Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen, 1778).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Personenbezeichnung als Vorderglied

  • Jungferhonig m. von selbst ausfließender, weißer Honig Der nach der arabischen Weise gewonnene Honig (die Honigwaben werden, ohne dass man vorher den sogenannten Jungferhonig gewinnt, direct ausgeschmolzen) verkauft sich mit 1 Frc. bis 1 Frc. 50 Cent, das Liter (Archiv der Pharmazie 208, 1876). - Am liebsten wählt man zum innern Gebrauche den aus dem neuerlichst bereiteten weißen Waben von selbst ausfließenden, den man Jungferhonig (mel virgineum) nennt, von weißer oder weißgilblicher Farbe, vom besten Geruche und Geschmacke, und mit weißen Zuckerkörnern angefüllt (Hahnemann, Apothekerlexikon, 1793, s.v. Biene). - In Franckreich bekommt man dreyerley Honig zu sehen, den wir von unterschiedenen Orten bringen lassen, als erstlich den weissen, der ohne Feuer aus dem Wachse gezogen worden, und von etlichen Jungferhonig genennet wird, theils, weil er von ihm selbst heraus fleußt, theils aber, weil er aus dem jährigen und gantz frischen Honigfladen gezogen worden ist (Pomet, Der aufrichtige Materialist und Specerey-Händler, 1717). - dieser weisse Honig/den man sonsten Jungfer-Honig oder unausgelassenen Honig zu nennen pfleget/ ist nicht so ungesund /sonderlich da man solchen mit Brod oder unter andern Speisen gemengt mässig gebrauchet (Blankaart, Cartesianische Academie, 1690).
  • Jungfernhonig m./n. von selbst ausfließender, weißer Honig Jungfernhonig, ganz reiner, weißer Honig (Pierer's Universal-Lexikon, 1860, s.v.). - Das Jungfernhonig, des -es, plur. inus. Honig, welches von Jungferbienen in der engern Bedeutung gesammelt worden. S. Jungfernwachs. Bey andern wird der weißeste und beste Honig, welcher sich in dem obern Theile eines jeden Stockes befindet, Jungfernhonig genannt, besonders so fern er ohne vorher gegangene Seimung von sich selbst aus den Scheiben klopfelt (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.). - Unter die Flechten oder Tücher werden feine reine Geschirre gestellt, so rinnet ein weisser vortrefflicher Honig darein, der gar bald dicke wird: und dieser wird Mel virginis, frantzösisch, Miel de vierge, teutsch, Jungfrauhonig, Jungfernhonig, genennet (Lemery, Vollständiges Materialien-Lexicon, 1721, s.v. Mel).
  • Jungfrauhonig m. von selbst ausfließender, weißer Honig Gurgeln mit Rübenwasser, mit Prunellenwasser, Feigen in Meth eingesotten und damit gegurgelt, werden als besonders dienliche Mittel empfohlen; auch schicke die Würdige Mutter ihm Rosenhonig und Jungfrauhonig, der abwechselnd zu nehmen sei (Historisch-politische Blätter für das katholische Deutschland 44, 1859). - Unter die Flechten oder Tücher werden feine reine Geschirre gestellt, so rinnet ein weisser vortrefflicher Honig darein, der gar bald dicke wird: und dieser wird Mel virginis, frantzösisch, Miel de vierge, teutsch, Jungfrauhonig, Jungfernhonig, genennet (Lemery, Vollständiges Materialien-Lexicon, 1721, s.v. Mel).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Substanzbezeichnung als Vorderglied

  • Glashonig m./n. klarer, nicht kandierender Honig Glashonig, eine Art durchsichtiger Honig (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v.). - Das Glashonig, des -es, plur. inus. ein Art Honiges, welche durchsichtig wie Glas ist, und auch Zuckerhonig genannt wird (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).
  • Steinhonig m./n. kandierender, verhärteter Honig Der noch nicht von den Waben geschiedene Honig heißt gezeidelter, Roos- oder Rosenhonig, Scheibenhonig, wogegen der geseimte oder abgelassene Honig vom Wachs bereits getrennt ist, und Stein- oder Zuckerhonig den alten in den Waben verhärteten Honig bezeichnet (Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, 1838). - Das Steinhonig, des -es, plur. car. alter verhärteter Honig in den Scheiben; Zuckerhonig, weil er die Consistenz des Zuckers bekommt (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1801, s.v.).
  • Zuckerhonig m./n. kandierender, verhärteter Honig Der noch nicht von den Waben geschiedene Honig heißt gezeidelter, Roos- oder Rosenhonig, Scheibenhonig, wogegen der geseimte oder abgelassene Honig vom Wachs bereits getrennt ist, und Stein- oder Zuckerhonig den alten in den Waben verhärteten Honig bezeichnet (Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, 1838). - Das Zuckerhonig, des -es, plur. car. eine Art weißen körnigen Honiges, welches dem Zucker gleicht, und wegen seiner Durchsichtigkeit auch Glashonig genannt wird; zum Unterschiede von dem gemeinen braunen Honige (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1801, s.v.).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Zweckbezeichnung als Vorderglied

  • Futterhonig m. Honig, der als Bienenfutter dient Wenn man beim ersten Füttern der Bienen etwas Erde unter den Futterhonig mischt, so verhütet man dadurch, daß der künftige Schwarm sich an einen zu hohen Gegenstand setzt (Strackerjan, Aberglaube und Sagen aus dem Herzogtum Oldenburg, 1867). - Der Futterhonig, des -es, plur. inus. Honig, womit die Bienen im Winter oder Frühlinge gefüttert werden (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Vorderglied

  • Naturhonig m. natürlicher Honig im Gegensatz zum Kunsthonig Mit Voranstehendem glaube ich einen nicht unwichtigen Beitrag zu dem in letzter Zeit mehrfach erörterten Kapitel über "Rechts drehenden Naturhonig" gegeben zu haben (Zeitschrift für angewandte Chemie 1, 1888).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit undurchsichtigem Vorderglied

  • Beutenhonig m./n. Honig von Wildbienen Beutenhaide, Wald, worin wilde Bienen hausen; der Honig solcher Bienen heißt Beutenhonig (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Beutenhaide). - Das Beutenhonig, des -es, plur. car. das Honig von wilden oder Waldbienen, zum Unterschiede von dem Gartenhonige (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v.).
  • Lebhonig m./n. grob gezeidelter Honig Lebhonig, der durchgeseihete Honig (Pierer's Universal-Lexikon, 1860, s.v.). - Das Lebhonig, des -es, plur. inus. in der Bienenzucht, das grobe gezeidelte Honig oder Jungfernhonig, welches nicht mehr von sich selbst aus den Scheiben läuft, sondern vermittelst eines Sackes ausgepresset wird; zum Unterschiede von dem eigentlichen geseimten Honige, welches von sich selbst auströpfelt (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).
  • Lippitzhonig m. Honig aus Lindenblütennektar Lindenblüthenhonig (in Rußland Lippitzhonig genannt), weist, lieblich riechend u. angenehm schmeckend (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Honig [1]). - So sehr man den eigentlich aus der Stadt Lacourbiere zu ziehenden, harten, weißen narbonnischen, nach Rosmarin, Feldkümmel und Dosten riechenden und den Litthauischen (Lippitzhonig) nach Lindenblüthe riechenden, vorzieht, so sehr flieht man den aus den stinkenden Blumen (dem Bärlauch u.s.w.) gesammelten (Hahnemann, Apothekerlexikon, 1793, s.v. Biene).
  • Seimhonig m. Honig aus ausgekochten Waben Der geseimte H. dagegen zerfällt in Jungfernhonig, welcher nach dem Zeideln von selbst aus den Scheiben fließt, ohne an das Feuer gebracht zu werden; in Seimhonig, welcher über dem Feuer vom Wachse geschieden wird; u. in Lebhonig, welcher mittelst einer Presse durch einen leinenen Sack gezwängt werden muß (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Honig [1]). - Der Seimhonig, des -es, plur. car. Honig in Gestalt eines Seimes, d.i. derjenige Honig, welcher von selbst aus den Waben fließt; für das veraltete Honigseim (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1801, s.v.).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit adjektivischem Vorderglied

  • Rauhhonig m./n. unreiner Honig Davon wurden 700 Pfd. Rauhhonig verkauft, 15 Leibimmen mit genügendem Futterhonig behalten (Bienen-Zeitung 12, 1856). - Das Rauhhonig, des -es, plur. doch nur von mehren Arten oder Quantitäten, die -e, im Honighandel, rauhes Honig, d.i. solches, welches so wie es aus den Stöcken gebrochenen wird, mit den Wachsscheiben in Tonnen gestampfet, und daher auch Tonnenhonig genannt wird, zum Unterschiede von dem Seimhonige. Gemeiniglich wird es, obgleich nicht so richtig, Rauchhonig geschrieben und gesprochen. Nach andern ist Rauchhonig derjenige Honig, welcher im obersten des Korbes angetroffen wird, der reinste ist, und zugleich eingetragenes Blumenmehl enthält (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v.).
  • Rohhonig m. unbehandelter Honig Von Honig erschienen circa 5000 Centner, von denen die größere Hälfte ausgeläuterter Waare, der Rest aus Roh-Honig bestand (Neues bayerisches Volksblatt, 1866).
  • Tollhonig m. Honig aus giftigem Nektar Tollhonig (Delibat), Honig, welchen die Bienen aus der Pflanzengattung Daphne pontica sammeln; derselbe ist giftig od. wenigstens betäubend (Pierer's Universal-Lexikon, 1863, s.v.). - nahm man nun statt Rosensaft den Saft von Rhododendro, so bekam man Tollhonig (Penzel, Des Strabo Allgemeine Erdbeschreibung, 1777).
  • Wildhonig m. Honig von Wildbienen Producte: Mais, Feigen, Granaten, Obst, Wein, Getreide, Wildhonig (der nüchtern genossen berauscht), langhaarige Ziegen etc. (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Abchasien). - Sie werden herzlich gelacht haben, meine gnädige Frau, mich, in dem Ton eines Predigers in der Wüste, der Heuschrecken und Wildhonig ißt, meine Strafpredigt über die Kunsttheorieen abhalten zu hören (Der Teutsche Merkur, 1779). - Schindler in seinem Wörterbuche sagt auß der Wurtzel טנח / daß sie solche Salben zubereitet auß Myrrhen/Alöen/ Wildhonig/ Saltz/ Wachs/ Jüdenleim und Hartz (Klaj, Aufferstehung Jesu Christi, 1644).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit verbalem Vorderglied

  • Presshonig m. durch Pressen der Waben gewonnener Honig Reiner Schleuderhonig in geringen Quantitäten mit Kaffee, Milch oder Weißbrot genossen, wird auch vom schwächsten Magen ertragen; dagegen führt der von Pollen durchsetzte Preßhonig leicht zu Verdauungsstörungen (Roth, Badische Imkerschule, 1894).
  • Schleuderhonig m. mit einer Zentrifuge ausgeschleuderter Honig Es ist hierbei in Erwägung zu ziehen, in welcher Form der Honig gewonnen werden soll, ob als Schleuderhonig oder ob als Honig in seinen Tafeln, Aufsatzkästchen und dergl. (Bienen-Zeitung 39, 1883).
  • Spülhonig m. von selbst ausfließender Honig Spühlhonig, der beim Ausschneiden der Waben von selbst ausfließt (Pierer's Universal-Lexikon, 1859, s.v. Honig [1]).
  • Stampfhonig m./n. Honig aus zerstampften Waben Dazu wurden die Völker noch spekulativ mit Stampfhonig bis zum 10. Mai gefüttert (Leipziger Bienen-Zeitung 5, 1890).
  • Tropfhonig m./n. von selbst ausfließender Honig Ich bekam von 35 Stöcken 7 ½ Zentner reinen Tropfhonig und 2 Zentner rohes Fladenwachs (Bienen-Zeitung 8, 1852). - Es giebt verschiedene Arten von Honig: das weiße ist das beste, man nennet es insgemein Tropfhonig oder Jungfernhonig, weil es so aufgefangen wird, wie es aus den Cellen fließt, wenn sie zerrissen werden (Handbuch der Naturgeschichte oder Vorstellung der Allmacht, Weisheit und Güte Gottes in den Werken der Natur, 1774).

Bedeutung "Honigpräparat oder -speise", substantivisches Determinativkompositum mit Körperteilbezeichnung als Vorderglied

  • Brusthonig m. Honigpräparat zur Behandlung von Brusterkrankungen Den rheinischen Trauben-Brusthonig aus der Fabrik von W. H. Zickenheimer in Mainz habe ich oft und seit langer Zeit verordnet (Amtsblatt für das Bezirksamt und Amtsgericht Aichach, 1876). - Der Brusthonig, des -es, plur. inus. in den Apotheken, eine Brustarzeney, welche mit Honig eingekochet wird (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1793, s.v.).

Bedeutung "Honigpräparat oder -speise", substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenbezeichnung als Vorderglied

  • Fenchelhonig m. mit Fenchelöl gewürzter Honig Der L. W. Egers'sche Fenchelhonig ist keine gleich zu achtende Zubereitung zu Heilzwecken, auch kein Geheimmittel, aber für Groß und Klein das beste, wohlschmeckendste, diätetische Genußmittel (Ingolstädter Zeitung, 1874).
  • Meerzwiebelhonig m. Oxymel, Präparat aus Meerzwiebelessig, Zucker und Honig Die Apotheker bereiten einen Syrup, Essig und den bekannten sauren Meerzwiebelhonig daraus (Damen Conversations Lexikon, 1836, s.v. Meerzwiebel (Botanik)). - Die Beschäftigung, Nahrungsmittel und oft wiederkommende Husten gaben zu den gewöhnlichsten Uranfängen der Schwindsucht, den Lungenknoten, Gelegenheit; Lentin aber hat sie selten gemacht, indem er gleich zu Anfang eines mit Heiserkeit verbundenen brausenden trocknen Hustens Blasenpflaster, und im fernern Verlauf Meerzwiebelhonig und Ammoniakgummi verordnete (Gall, Philosophisch-medizinische Untersuchungen über Natur und Kunst im kranken und gesunden Zustand des Menschen, 1791).
  • Rosenhonig m./n. mit Rosenöl oder -essenz aromatisierter Honig Rosenhonig (Mel rosarum), abgeschäumter Honig, mit einem starken wässerigen Aufguß von Rosenblättern, zur Syrupsdicke eingekocht, bei leichten Zufällen von Bräune, Mundgeschwüren, Schwämmchen als Pinselsaft gebräuchlich (Pierer's Universal-Lexikon, 1862, s.v. Rosen [1]). - Das Rosenhonig, des -es, plur. inus. in den Apotheken, ein mit Honig zu einer gewissen Dicke eingekochter Rosenaufguß (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v.). - Zu den Zungenblätterlein tauget Honig mit kaltem Wasser; item Honig/ mit dem Speichel zertrieben; item Maulbeer/ Veilsafft/ Rosenhonig (Zeiller, Centuria II. Variarvm Quæstionum, 1659).

Bedeutung "Honigpräparat oder -speise", substantivisches Determinativkompositum mit Substanzbezeichnung als Vorderglied

  • Wasserhonig m. Hydromel, Getränk aus Honig und Wasser Wasserhonig, in Wasser aufgelöster Honig, wovon der Bodensatz entfernt u. dann derselbe wieder zur gehörigen Dicke eingekocht wird (Pierer's Universal-Lexikon, 1864, s.v.). - Wasserhonig; → Hydromel (Hahnemann, Apothekerlexikon, 1799, s.v.).

Bedeutung "Honigpräparat oder -speise", substantivisches Determinativkompositum mit adjektivischem Vorderglied

  • Sauerhonig m. Oxymel, Präparat aus Honig und Pflanzenessig Sauerhonig (Oxymel), zwei Theile Honig mit einem Theil Essig zur Syrupsconsistenz gekocht, häufig als Zusatz zu kühlenden Arzneien, Gurgelwassern, auch für sich als Lecksaft bei Bräunen u. Fiebern angewendet (Pierer's Universal-Lexikon, 1862, s.v.). - Der Sauerhonig, des -es, plur. inus. in den Apotheken, Weinessig mit Honig eingekocht; Oxymel (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v.). - Oxymelitis scillinici compos. / Groß Sauer-Honig Syrup von Meer-Zwiebel-Essig (Valor sive taxatio medicamentorum, quae in officinis Magdeburgensibus prostant, 1699).

Bedeutung "Pflanzennektar", substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzen- oder Pflanzenteilbezeichnung als Vorderglied

  • Blumenhonig m. (2) Pflanzennektar Schmeckt der Blumenhonig den Schmetterlingen darum weniger süß, weil sie nur ein Schmetterlingsleben führen? (Alexis, Ruhe ist die erste Bürgerpflicht, 1852).
  • Blütenhonig m. (2) Pflanzennektar Viele Loris aber ernähren sich fast oder ganz ausschließlich von Blütenhonig, Blütenstaub und vielleicht noch von den Kerbthieren, welche in den Blütenkelchen sitzen (Brehm, Thierleben, 1883-87).
  • Pflanzenhonig m. Nektar Während der Brutzeit nähren sie sich, dem Baue ihrer Zunge entsprechend, allerdings vorwiegend von Pflanzenhonig (Brehm, Thierleben, 1883-87).

Bedeutung "honigähnliche Substanz, Sirup", substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenbezeichnung als Vorderglied

  • Dattelhonig m. honigähnlicher eingedickter Dattelsaft Dibs, so v.w. Dattelhonig (Pierer's Universal-Lexikon, 1858, s.v. Dibs). - Dattelhonig. Der süße eingekochte Saft der Datteln, der Früchte des Palmbaums (Hezel, Biblisches Real-Lexicon, 1783, s.v.).
  • Palmenhonig m. Sirup aus Palmsaft Man benutzt die Früchte und bereitet aus dem Saft des Palmenstammes den Palmenhonig (Gartenflora 9, 1860). - Von dem süssen Weine, der dem Freunde so sanft eingehen, und ihn in trunknen Schlaf wiegen soll, ist der Palmenhonig noch jezt das schönste Geschenk Morgenlands und die Bewirthung an hochzeitlichen Festen (Lieder der Liebe: die aeltesten und schoensten aus Morgenlande, 1781).

Bedeutung "honigähnliche Substanz, Sirup", substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Vorderglied

  • Blattlaushonig m. Honigtau Es gibt Blattlaushonig, es gibt aber auch Blatthonig, wie ich erst im vorigen Sommer in Tambuchshof mich zu überzeugen Gelegenheit hatte (Bienen-Zeitung 27, 1871). - Er ist ein Blattlaushonig (Halle, Fortgesetzte Magie: oder, die Zauberkräfte der Natur, 1794).

Bedeutung "honigähnliche Substanz, Sirup", substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Vorderglied

  • Himmelhonig m./n. Honigtau der Lufthonig, Honigthau, Himmelhonig (Kaltschmidt, Vollständiges stamm- und sinnverwandtschaftliches Gesammt-Wörterbuch der Deutschen Sprache, 1854, s.v. Lufthonig). - Das Lufthonig, des -es, plur. car. in einigen Gegenden, der Honigthau, welcher in andern Himmelhonig genannt wird (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v. Lufthonig). - Manna, ae f. himmelbrot / miltau. In Apotecken himmelhonig genant (Frisius, Dictionarium Bilingue: Latino-Germanicum, & Germanico-Latinum, 1680, s.v. Manna).
  • Lufthonig m./n. Honigtau Aëromel (Lufthonig), so v.w. Manna (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Aëromel). - Das Lufthonig, des -es, plur. car. in einigen Gegenden, der Honigthau, welcher in andern Himmelhonig genannt wird (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1796, s.v.).

Bedeutung "honigähnliche Substanz, Sirup", substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Vorderglied

  • Kunsthonig m. künstlich erzeugte, honigartige Masse Der Tafel- wie der Kunsthonig, beide sind zum Namen Honig gar nicht berechtigt. Wir kennen nur einen Honig und das ist der Bienenhonig. Alles Gemachte verdient nur den Namen "Syrup" (Bienenwirtschaftliches Zentralblatt 22, 1886).

Bedeutung "honigähnliche Substanz, Sirup", substantivisches Determinativkompositum mit undurchsichtigem Vorderglied

  • Kaftanhonig m. Kaftan, Sirup aus der Frucht des Johannisbrotbaums Dort bereitet man, besonders im Dorfe Kaftan, wo große Wälder solcher Bäume sich finden, den Kaftanhonig aus ihnen (Illustrirtes Haus- und Familien-Lexikon, 1862, s.v. Johannisbrot).