Grammatik-Angaben

Nom. Sg. Honig m.
Gen. Sg. Honigs
Nom. Pl. Honige

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum, eventuell Klammerkompositum mit Pflanzenbezeichnung als Vorderglied

  • Akazienhonig m. Honig aus Akaziennektar Eine Ausnahme bildet zum Beispiel Akazienhonig, der oft zwölf Monate flüssig bleibt (https://de.wikipedia.org/wiki/Honig, gesehen am 20.05.2014). - Blütenreine Akazienhonige besitzen viele charakteristische äußere Merkmale (Schweizerische Bienenzeitung, 1946).
  • Buchweizenhonig m. Honig aus Buchweizennektar Buchweizenhonig haben sich die Puschlaverinnen einst auf die Beine gestrichen, wodurch sie makellos und frei von Äderchen blieben (Die Zeit, 7.12.2009). - Die Bienen in Kärnten überwintern hauptsächlich auf Honigtau-Honig von Nadelhölzern oder auf Buchweizen-Honig (Kehrle, Auf der Suche nach den besten Bienenstämmen, 1966).
  • Feigenhonig m. Honig aus Feigennektar Verstopfung bei Kindern und Säuglingen: Täglich 2 Esslöffel Milchzucker in einen natürlichen Obstsaft einrühren, dazu 1 Teelöffel Feigenhonig geben (Kopf, Gesundheit mit Naturheilkunde, 2016). - es ist offenbar Dattelhonig, den die Beduinen schon in der Thutmose-Zeit kannten, vielleicht auch Feigenhonig und daneben Honig von wilden Bienen gemeint (Weber, Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen, 1918-21).
  • Kleehonig m. Honig aus Kleenektar Kleehonig von Weißkleefeldern hat eine sehr dünne Konsistenz, einen milden Geschmack und ein weißes bis elfenbeinfarbenes Aussehen (https://de.wikipedia.org/wiki/Honig, gesehen am 20.05.2014). - Der Kleehonig ist wasserhell, zumal wenn er aus weißem Wachse geschleudert wird (Kuchenmüller, Betriebsweisen lohnender Bienenzucht, 1903).
  • Lavendelhonig m. Honig aus Lavendelnektar Lavendelhonig vom Lavendel ist ein in Frankreich (Provence) produzierter Honig mit deutlichem Lavendelaroma, der von den Lavendelfeldern herrührt (https://de.wikipedia.org/wiki/Honig, gesehen am 20.05.2014). - Der bei den Franzosen beliebte Lavendelhonig ist weiß, feinkörnig und von feinem Geschmack (Landwirtschaftliches Zentralblatt des Instituts für Landwirtschaftliche Information und Dokumentation, 1961).
  • Lindenhonig m. Honig aus Lindenblütennektar Lindenhonig von Lindenbäumen ist ein extrem süßer Honig von typisch fruchtigem, leicht minzigem Geschmack (https://de.wikipedia.org/wiki/Honig, gesehen am 20.05.2014). - Als bester H. gilt der von Lindenblüten stammende Lindenhonig (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Honig).
  • Rapshonig m. Honig aus Rapsnektar Rapshonig vom Raps ist ein cremiger oder auch fester, weißer bis elfenbeinfarbener Honig mit charakteristischem milden Aroma (https://de.wikipedia.org/wiki/Honig, gesehen am 20.05.2014). - Honig, der ausschließlich den Blüten einer einzigen Pflanzengattung entstammt, hat den besonderen und einseitigen Geschmack wie Linden- oder Rapshonig (Schlipf, Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, 1918).
  • Rübsenhonig m. Honig aus Rübsennektar In seinen Eigenschaften ist der Rübsenhonig dem Rapshonig gleich (http://www.honig-portal.de/fruehtracht.html, 17.04.2014). - Die Waben brauchen, abgesehen von den anderen Honigarten, die erst im verdeckelten Zustand schleuderreif sind, bei Raps- und auch bei Rübsenhonig nicht verdeckelt zu sein (Pinkpank, Das Bienenjahr, 1954).
  • Tamariskenhonig m. Honig aus Tamariskennektar Zum Nachtisch bereitet die Küche Jogurt nach griechischer Art mit Honig und Walnüssen oder Früchten sowie ein besonderes Nougat aus weißem, wildem Tamariskenhonig zu (Berliner Zeitung, 24.11.2001). - Nur mittelmäßig sodann ist der Geschmack des Tamariskenhonigs, der von den Blüten des Brustbeerbaumes, und was sonst von den angeführten den Bienen Nahrung spendet (Armbruster, Die Bienenkunde des Altertums, 1919).
  • Tannenhonig m. Honig aus Tannennektar Der typische Tannenhonig hat einen kräftig würzigen Geschmack und hat im Glas gegen das Licht gehalten einen grünlich-schwarzen Farbton (https://de.wikipedia.org/wiki/Honig, gesehen am 20.05.2014). - Und da es in einem Paradies ohne Essen nicht abgeht, entschlossen sie sich, die Produktion von Schwarzwälder Schinken, Kirschwasser und Tannenhonig in die Förderung einzubeziehen (Die Zeit, 18.01.1974).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenteilbezeichnung als Vorderglied

  • Blatthonig m. Honigtauhonig Blatthonig: Honigtauhonig von Laubbäumen, kräftig im Geschmack (Bach, Der Gesundheitskochkurs: Diabetes, 2016).
  • Blütenhonig m. (1) Honig aus Blütennektar Blütenhonig wird der Honig aus dem Blütennektar von Pflanzen genannt (https://de.wikipedia.org/wiki/Honig, gesehen am 20.05.2014). - Der aus den Blüten der verschiedenartigen Feld- und Wiesenblumen gesammelte Honig heißt Blütenhonig (Südwestdeutscher Imker, 1958).
  • KrauthonigZum Sachlichen vgl. DW s.v. Krautbiene. m. Honig von Bienen, die nur in Gärten und Brachfelder gehtWie ist Kraut-Honig? (Kärntner Biene 17, 1948).
  • Lindenblütenhonig m. Honig aus Lindenblütennektar
    Von Imkern wird die Linde während der Blüte als Bienenweide besonders geschätzt, da die Bienen aus dem Nektar der Linde beachtliche Mengen an Lindenblütenhonig produzieren können (https://de.wikipedia.org/wiki/Linden_(Botanik), gesehen am 20.05.2014). - Nun hat sich Lindenblütenhonig und Obstbaumhonig besonders reich an diesem Inhibin erwiesen (Der Österreichische Imker 2, 1952).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Bezeichnung eines tierischen Ausgangsprodukts als Vorderglied

  • Honigtauhonig m. Honig aus HonigtauHonigtauhonig ist solcher hauptsächlich von Ausscheidungen pflanzensaugender Insekten (Hemiptera) aus lebenden Teilen von Pflanzen oder von Absonderungen lebender Pflanzen stammender (https://de.wikipedia.org/wiki/Honig, gesehen am 20.05.2015). - Auf Blättern, Nadeln und Zweigen sammelt sich der Honigtau an, aus dem die Bienen den "Honigtauhonig" bereiten (Zander, Beiträge zur Herkunftsbestimmung bei Honig, 1949).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Vorderglied

  • Alpenhonig m. in den Alpen produzierter Honig Mein eigenes Leben ist frisches Brot mit Landbutter und Alpenhonig (Die Zeit, 13.09.1996). - Auch im Murtal (Belegstelle Ingeringsee, Ranten bei Murau, Turrach, Stubalm) wird Alpenhonig geerntet (Bienenvater 77, 1956).
  • Gartenhonig m. von Gartenbienen erzeugter Honig im Gegensatz zum Wildhonig Zu den Naturalabgaben kann auch der Gartenhonig gehören (Elm, Erwerbspolitik und Wirtschaftsweise mittelalterlicher Orden und Klöster, 1992). - Im Handel bezeichnet man den im Inlands gewonnenen Honig in der Regel als deutschen Gartenhonig (Hagers Handbuch der pharmaceutischen Praxis, 1913).
  • Heidehonig m. Honig aus dem Nektar von Heidepflanzen Heidehonig aus Heidegebieten hat ein kräftiges Aroma (https://de.wikipedia.org/wiki/Honig, gesehen am 20.05.2014). - Wie Heidehonig aus den Waben / herbstsüß in schweren Tropfen fließt, / erwuchs euch Buch um Buch (Sack, Der Rubin, 1915).
  • Landhonig m. auf dem Land produzierter Honig Und er sei nicht schlechter, sondern oft besser als der sogenannte Landhonig (Zeit Magazin, 01.04.2015). - Der von den Bienen im Frühjahr angesetzte Maihonig übertrifft den Herbsthonig an Wohlgeschmack, ebenso der Kraut- oder Landhonig, den die Bienen aus vielen verschiedenen Blumen sammeln (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Honig).
  • Waldhonig m. Honig aus Waldpflanzennektar Honigtau wird übrigens auch von Menschen verspeist, er befindet sich nämlich im Waldhonig, in welchen ihn die Biene tut, die ihn von den von Läusen besetzten Blättern sammelt (Berliner Zeitung, 05.07.2003). - Es ist deshalb empfehlenswert, mit verschiedenen Honigtypen – Wiesen-, Obstblüten- und Waldhonig beispielsweise –, aber auch mit kleinen Zusätzen von Madame Rochas, Diorissima, Arpège zu experimentieren (Die Zeit, 20.01.1978).
  • Wiesenhonig m. Honig aus Wiesenpflanzennektar Braun sind sie wie der Wiesenhonig und wie mit Katzengold gesprenkelt (Schuster, Fünf Liter Zuika, 2003). - Es ist deshalb empfehlenswert, mit verschiedenen Honigtypen – Wiesen-, Obstblüten- und Waldhonig beispielsweise –, aber auch mit kleinen Zusätzen von Madame Rochas, Diorissima, Arpège zu experimentieren (Die Zeit, 20.01.1978).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Behälterbezeichnung als Vorderglied

  • Tonnenhonig m. mitsamt den Scheiben in Tonnen gestampfter Honig Tonnenhonig, so genannt, weil er in Tonnen, das sind Gefäße und Fässer aus Holz oder Metall, in denen Honig meist aus dem Auslande verschickt wird. Dieser Tonnenhonig, ein aus Waben samt Brut und Bienen eingestampftes Gemisch, wird zum Auslassen und Schmelzen erhitzt und kommt hernach geläutert in den Handel (Huber, Neue nützliche Bienenzucht, 1932).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Zeitbezeichnung als Vorderglied

  • Frühlingshonig m. im Frühling erzeugter Honig Wir kamen grade mit unserem Nachwuchsimker Nico aus Hirschbergsau zurück, wo wir den Frühlingshonig geerntet hatten (Bienenwelt 47, 2005). - Frühlingshonig kandiert gewöhnlich sehr rasch (Schweizerische Bienen-Zeitung 28, 1905).
  • Herbsthonig m. im Herbst erzeugter Honig Für Nalje ist der Wildbienenhonig seit je auch eine bedeutende Einnahmequelle, vor allem der rote, der sich teurer verkaufen lässt als der weiße Herbsthonig (Die Zeit, 12.02.2015). - Der von den Bienen im Frühjahr angesetzte Maihonig übertrifft den Herbsthonig an Wohlgeschmack (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Honig).
  • Maihonig m. im Mai erzeugter Honig Der Maihonig ist im allgemeinen nicht sehr begehrt, weil er von heller Farbe ist und sehr schnell kandiert (Bienen-Blatt für das Bundesgebiet, 1965). - Der von den Bienen im Frühjahr angesetzte Maihonig übertrifft den Herbsthonig an Wohlgeschmack (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Honig).
  • Sommerhonig m. im Sommer erzeugter Honig Im holsteinischen Raum endete die Schlechtwetterperiode mit dem Abblühen des Raps, sodass ein größerer Teil Sommerhonig eingetragen wurde (Bienen Aktuell, 2007). - Das süße Produkt ist pfundweise zu erstehen, für 6,50 Mark und wahlweise als Wald- oder Sommerhonig (Die Zeit, 20.07.1979).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Bezeichnung eines Bienenstockteils als Vorderglied

  • MartenhonigDas Vorderglied ist niederdt. Marte "Wabe", das Kompositum ist also nur regional durchsichtig. m. Wabenhonig Die Qualitätsbestimmungen für "Deutschen Martenhonig" wurden in den "Einheitsbestimmungen für die Gütegemeinschaft Deutscher Martenhonig" niedergelegt (Rheinische Bienenzeitung 120, 1989). - Martenhonig, was ist denn das für eine Sorte? (Die Bienenpflege 52, 1930).
  • Scheibenhonig m. Wabenhonig Scheibenhonig besteht aus unbebrüteten Wabenstücken aus reinem Naturbau, also vollständig von den Bienen selbst, ohne Mittelwände errichtetes Wabenwerk (https://de.wikipedia.org/wiki/Honig, gesehen am 20.05.2014). - Die aus dem Stocke genommenen Waben kommen ohne weitere Zubereitung in den Handel (Scheibenhonig), oder man zerschneidet sie und läßt den H. frei ausfließen (Jungfernhonig) (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Honig).
  • Wabenhonig m. mitsamt den Waben verzehrbarer Honig "Wieviel kostet dieser frische Wabenhonig?" fragte er Leon auf der Straße und zeigte auf den nächsten Honigverkäufer (https://de.wikipedia.org/wiki/Leon,_der_Haushofmeisterssohn, gesehen am 20.05.2014). - Scheibenhonig ist Honig, der nicht aus den Zellen herausgebracht, sondern in und mit dem Wabenbau genossen, daher auch Wabenhonig genannt wird (Schlipf, Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, 1918).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Vorderglied

  • Bienenhonig m. von Bienen erzeugter Honig Das zerkleinerte Fleisch wird mit Nitritpökelsalz, Pfeffer, Ingwer, Kardamom, Macis, Vanille und Bienenhonig gewürzt (https://de.wikipedia.org/wiki/Leberwurst, gesehen am 20.05.2014). - Rohrzucker findet sich ferner neben andern Zuckerarten im Obst, in Wal- und Haselnüssen, Mandeln, Johannisbrot, im Nektar vieler Blüten, im frischen Bienenhonig etc. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Zucker).
  • Hummelhonig m. (1) von Hummeln erzeugter Honig theoretisch wäre Hummelhonig machbar. Leider scheitert das daran da Hummelvölker nur ein Bruchteil der Völkerstärke hervorbringt als ein Bienenvolk (http://www.gutefrage.net/frage/warum-gibt-es-eigentlich-so-wenig-hummelhonig, 30.01.2013). - Andererseits hat mir mancher Imkerschüler verraten, daß er als Schuljunge sich öfter am Hummelhonig vergriff (Archiv für Bienenkunde 21, 1940).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Personenbezeichnung als Vorderglied

  • Jungferhonig m. von selbst ausfließender, weißer Honig Daß der sogenannte Jungferhonig besser schmecke als der Honig aus alten Körben, ist eine bekannte Sache (Pfälzer Bienenzeitung 55, 1914).
  • Jungfernhonig m./n. von selbst ausfließender, weißer Honig Zum Kochen ist er eher ungeeignet. Dort sollte man, wie es die Rezepte vorschreiben, auf reinen Honig zurückgreifen und, wenn man hat, auf den weißen oder Jungfernhonig (Kirchschlager, Ich will ein guter Koch sein: Küchengeheimnisse des Mittelalters und der Renaissance, 2004). - Die aus dem Stocke genommenen Waben kommen ohne weitere Zubereitung in den Handel (Scheibenhonig), oder man zerschneidet sie und läßt den H. frei ausfließen (Jungfernhonig) (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Honig).
  • Jungfrauhonig m. von selbst ausfließender, weißer Honig Nicht weniger als 88 frische Blumen und Kräuter mussten gesammelt und mit Maibutter vermischt werden, zum Schluss gab man noch Hunde- und Hühnerfette, Jungfrauhonig, Wehedistel- und Fenchelwasser, sowie Lakritzen, Fuchslunge, Hechtaugen, und 20 verschiedene Gewürze und Samen hinzu (Berichte der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft 16, 1906).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Substanzbezeichnung als Vorderglied

  • Glashonig m./n. klarer, nicht kandierender Honig Das gibt einheitlich kristallisierenden Glashonig, der zu Herz und Gaumen des Publikums spricht (Neue Bienen-Zeitung 28, 1929).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Zweckbezeichnung als Vorderglied

  • Futterhonig m. Honig, der als Bienenfutter dient Transportiert wurden nach Ostfriesland Getreide und Kieselsteine, aber auch Hümmlinger Strümpfe und Futterhonig (Franke, Der Landkreis Emsland, 2002). - Neben dem Gebrauchshonig erntete der Korbimker beim Ausbrechen der Körbe dann noch den Futterhonig (Bienen-Blatt für das Bundesgebiet, 1960).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Vorderglied

  • Naturhonig m. natürlicher Honig im Gegensatz zum Kunsthonig Es wird die Auffassung vertreten, dass in Naturhonig der Krankheitserreger Clostridium botulinum vorkommen könne (https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenhonig, gesehen am 20.05.2014). - doch kommen auch reine Naturhonige vor, die schwach nach rechts polarisieren (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Honig).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit undurchsichtigem Vorderglied

  • Beutenhonig m. Honig von WildbienenAuf die Haupternte an Beutenhonig könnte im Elsass noch eine nicht, ganz unbeträchtliche Nachernte aus zweiter Wiesen- und Rotkleeblüte folgen (Apiculteur alsacien et lorrain, 1931).
  • Lebhonig m. grob gezeidelter Honig Nach Grimms Wörterbuch gab es noch einen Lebhonig = "der grob gezeidelte Honig, der in einen Sack getan und ausgepreßt wird, Honig in fladen". Das letztere ist richtig (das in den Sack stecken i. a. unrichtig), denn fladen konnte ich oben für das 12. jahrhundert nachweisen (Archiv für Bienenkunde 20, 1939).
  • Lippitzhonig m. Honig aus Lindenblütennektar Eine geschätzte polnische Honigsorte ist der Lippitzhonig; er stammt zumeist von der Lindenblüte (Hasterlik, Der Bienenhonig, 1909).
  • Seimhonig m. Honig aus ausgekochten Waben Seim-, Tropf-, Press- oder Stampfhonig. Diese waren bis zum Aufkommen der Honigschleuder weit verbreitet, heute gibt es sie kaum noch (https://de.wikipedia.org/wiki/Honig, gesehen am 20.05.2014). - Werden die Waben schließlich ausgepreßt (Preßhonig) und ausgekocht, so erhält man den Seimhonig (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Honig).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit adjektivischem Vorderglied

  • Rauhhonig m. unreiner Honig Stampfhonig (Rohhonig, Rauhhonig, auch Werkhonig), ist ein sehr unreines, durch Einstampfen des ganzen Wabenbaus mit dem darin befindlichen Honig, auch der Brut, gewonnenes Erzeugnis (Thoms, Handbuch der praktischen und wissenschaftlichen Pharmazie, 1925).
  • Rohhonig m. unbehandelter Honig Besonders betroffen seien dabei Rohhonige aus Süd- und Mittelamerika (https://de.wikipedia.org/wiki/Honig, gesehen am 20.05.2014). - Stampfhonig (Rohhonig, Rauhhonig, auch Werkhonig), ist ein sehr unreines, durch Einstampfen des ganzen Wabenbaus mit dem darin befindlichen Honig, auch der Brut, gewonnenes Erzeugnis (Thoms, Handbuch der praktischen und wissenschaftlichen Pharmazie, 1925).
  • Tollhonig m. Honig aus giftigem Nektar Pontischer Honig oder Tollhonig bzw. Giftiger Honig oder auch Türkischer Wildhonig [...] ist ein Bienenhonig mit hohen Anteilen giftiger Wirkstoffe aus dem Pollen und Nektar von größtenteils Rhododendron ponticum (https://de.wikipedia.org/wiki/Pontischer_Honig, gesehen am 20.05.2014). - Außerdem kann man sich dagegen schützen, da es verhältnismäßig leicht ist, den Tollhonig zu entgiften (Der Imker, 1948).
  • Wildhonig m. Honig von Wildbienen Im zweiten Teil des Zauberspruches beschwört der Sprecher die Bienen, nicht in den Wald zu fliegen, weil sie sich dort zu einer wilden Bienenkolonie entwickeln würden, der von den Sammlern von Wildhonig genutzt würde (https://de.wikipedia.org/wiki/Charm_wiþ_ymbe, gesehen am 20.05.2014). - Die Besiedlung des Jordantales ist zweifellos sehr alt; dennoch meinten die Kundschafter des Moses, als sie von Honig sprachen, unzweifelhaft Wildhonig (Lerner, Aber die Biene nur findet die Süssigkeit, 1963).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit verbalem Vorderglied

  • Presshonig m. durch Pressen der Waben gewonnener Honig Wird bei der Honigernte, beim Schleudern und häufig beim Pressen (Presshonig), Bienenbrot angekratzt, so wird dies "tertiäre Einstäubung" genannt (https://de.wikipedia.org/wiki/Honig, gesehen am 20.05.2014). - Preßhonig, durch Pressen der Waben gewonnener Honig (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v.).
  • Schleuderhonig m. mit einer Zentrifuge ausgeschleuderter Honig Schleuderhonig ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts die häufigste Honigart (https://de.wikipedia.org/wiki/Honig, gesehen am 20.05.2014). - Schleuderhonig, mit Zentrifugen gewonnener Honig (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v.).
  • Spülhonig m. von selbst ausfließender Honig Das benutzte er, um aus dem Spülhonig, den er nach dem Auslassen und Reinigen der Honiggefäße fütterte, das Wasser vom Honigrest zu trennen (Die Deutsche Bienenzucht in Theorie und Praxis 23, 1915).
  • Stampfhonig m. Honig aus zerstampften Waben Seim-, Tropf-, Press- oder Stampfhonig. Diese waren bis zum Aufkommen der Honigschleuder weit verbreitet, heute gibt es sie kaum noch (https://de.wikipedia.org/wiki/Honig, gesehen am 20.05.2014). - Stampfhonig (Rohhonig, Rauhhonig, auch Werkhonig), ist ein sehr unreines, durch Einstampfen des ganzen Wabenbaus mit dem darin befindlichen Honig, auch der Brut, gewonnenes Erzeugnis (Thoms, Handbuch der praktischen und wissenschaftlichen Pharmazie, 1925).
  • Tropfhonig m. von selbst ausfließender Honig Seim-, Tropf-, Press- oder Stampfhonig. Diese waren bis zum Aufkommen der Honigschleuder weit verbreitet, heute gibt es sie kaum noch (https://de.wikipedia.org/wiki/Honig, gesehen am 20.05.2014). - In der Kammer hatte sie ein Fass mit Tropfhonig stehen (Sklarek, Ungarische Volksmärchen, 1901).

Bedeutung "Honigpräparat oder -speise", substantivisches Determinativkompositum mit Körperteilbezeichnung als Vorderglied

  • Brusthonig m. Honigpräparat zur Behandlung von Brusterkrankungen Mel pectorale. Brusthonig (Hager's Pharmaceutisch-technisches Manuale, 1903).

Bedeutung "Honigpräparat oder -speise", substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenbezeichnung als Vorderglied

  • Fenchelhonig m. mit Fenchelöl gewürzter Honig Fenchelhonig wird als traditionelles Hausmittel bei Erkältungen und bei Störungen des Magen-Darmtraktes eingesetzt (https://de.wikipedia.org/wiki/Fenchel, gesehen am 22.04.2015). - Fenchelhonig, mit etwas Fenchelöl gemischter Honig, wird bei Krankheiten der Atmungsorgane benutzt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v.).
  • Kräuterhonig m. (2) mit Kräutern gewürzter Honig Nach der Taubenbrust mit der in Kräuterhonig glacierten Keule möchte man nie mehr eine andere Taubenbrust essen (Die Zeit, 21.04.2005).
  • Meerzwiebelhonig m. Oxymel, Präparat aus Meerzwiebelessig, Zucker und Honig Bei Oxymel scillae handelt es sich um den aus Meerzwiebelessig, Zucker und Honig hergestellten Meerzwiebelhonig (Mannetstätter, Diethelm Lavater II, 2004). - Oxymel, Sauerhonig, Präparate aus gereinigtem, mit Pflanzenessig vermischtem und verdampftem Honig. Offizinell ist nur noch O. Scillae, der Meerzwiebelhonig (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Oxymel).
  • Obsthonig m. ein Gericht aus Früchten und Honig Kraut (Apfelkraut, Birnkraut, Apfelbutter, Seim, Obsthonig, Obstgelee), ein aus Äpfeln und Birnen, zuerst am Niederrhein und in Westfalen bereitetes Präparat, das als angenehm säuerlich und erfrischend schmeckendes Nahrungs- und Genußmittel für Kinder große Beachtung verdient, weil es Gelegenheit bietet, den Überfluß reicher Obsternten zu verwerten (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Kraut [2]).
  • Rosenhonig m. mit Rosenöl oder -essenz aromatisierter Honig Rosenhonig (mel rosatum) ist eine mit Rosenöl aromatisierte Glycerol-Honig-Mischung, die naturheilkundlich verwendet wird (https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenhonig, gesehen am 20.05.2014). - Rosenhonig (Mel rosatum), ein pharmazeutisches Präparat, wird aus einem Auszug von 1 Teil Rosenblätter mit 5 Teilen verdünntem Weingeist, 9 Teilen gereinigtem Honig und 1 Teil Glyzerin bereitet, indem man die Mischung auf 10 Teile verdampft (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v.).

Bedeutung "Honigpräparat oder -speise", substantivisches Determinativkompositum mit Substanzbezeichnung als Vorderglied

  • Wasserhonig m. Hydromel, Getränk aus Honig und Wasser In den medizinischen Schriften ist öfters der Wasserhonig erwähnt, d.h. Honig mit Wasser (Timplalexi, Medizinisches in der byzantinischen Epistolographie, 2002). - Als Stopfmittel wurden auch andere gekochte Honigzubereitungen verordnet, so das Hydromel [Wasserhonig], ein unvergorenes Wasser-Honig-Gemisch (Gmelin, Handbuch der anorganischen Chemie, 1973).

Bedeutung "Honigpräparat oder -speise", substantivisches Determinativkompositum mit adjektivischem Vorderglied

  • Sauerhonig m. Oxymel, Präparat aus Honig und Pflanzenessig Oxymel, Sauerhonig, Präparate aus gereinigtem, mit Pflanzenessig vermischtem und verdampftem Honig (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Oxymel).

Bedeutung "Pflanzennektar", substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzen- oder Pflanzenteilbezeichnung als Vorderglied

  • Blumenhonig m. (2) Pflanzennektar bienen sogen blumenhonig aus dem blühenden Jasmin (Freibord 21, 1996). - Die Beförderung des Schwärmens wurde durch Fütterung mit flüssigem, reinem Blumenhonig erreicht (Bienenvater 57, 1925).
  • Blütenhonig m. (2) Pflanzennektar Die K. nähren sich vom Blütenhonig und von Insekten, die sie zum Teil fliegend fangen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Kolibris).
  • Pflanzenhonig m. Pflanzennektar Langzungenflughunde, Pteropus vampyrus und Cynopterus sphinx fressen gelegentlich Pflanzenhonig (Krumbiegel, Biologie der Säugetiere, 1955).

Bedeutung "honigähnliche Substanz, Sirup", substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenbezeichnung als Vorderglied

  • Dattelhonig m. honigähnlicher eingedickter Dattelsaft Neuere Untersuchungen deuten auf eine Indigo-Manufaktur hin, eine Produktion von Dattelwein, Dattelhonig oder Mekkabalsam (https://de.wikipedia.org/wiki/Ain_Feshkha, gesehen am 07.11.2013). - Man preßt die Früchte auch zusammen (Dattelbrot) und bereitet aus ihnen Sirup (Dattelhonig) und Branntwein (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Phoenix).
  • Palmhonig m. (2) Sirup aus Palmsaft Als Palmhonig (Miel de palma) wird der eingedickte süße Saft verschiedener Palmenarten bezeichnet (https://de.wikipedia.org/wiki/Palmhonig, gesehen am 20.05.2014). - Der Palmhonig ist zähflüssig, von gelbbrauner Farbe und besitzt einen sehr angenehmen Geschmack (Schmidt/Marcus, Handbuch der tropischen und subtropischen Landwirtschaft, 1944).
  • Palmenhonig m. Sirup aus Palmsaft Ein schönes Mitbringsel ist auch ein Glas Palmenhonig (miel de palma), der aus dem Saft der Palmen gewonnen wird (Leibl/Taschner, Marco Polo Reiseführer La Gomera, 2013). - Palmenhonig wird in großer Menge aus den Palmenbeständen des Nordens gewonnen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Chile).

Bedeutung "honigähnliche Substanz, Sirup", substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Vorderglied

  • Blattlaushonig m. Honigtau Die Rossameise ernährt sich von Blattlaushonig und Pflanzensäften und nicht vom Holz (Scheiding/Grabes/Haustein, Holzschutz, 2016). - Sie lecken den Blumennektar (auch Blattlaushonig, Blatthonig etc.) auf, sammeln ihn im Honigmagen an und setzen ihn, nachdem er im Magen in Honig verwandelt wurde, in die Zellen ab (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Bienen).

Bedeutung "honigähnliche Substanz, Sirup", substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Vorderglied

  • Lufthonig m. Honigtau Aristoteles kennt nur Lufthonig in Blumenkelchen und anderen süßen Gewächsen (Kärntner Biene, 1960).

Bedeutung "honigähnliche Substanz, Sirup", substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Vorderglied

  • Kunsthonig m. künstlich erzeugte, honigartige Masse Kunsthonig oder Invertzuckercreme ist eine zähflüssige bis feste, aromatisierte Masse aus invertierter Saccharose, die so ähnlich aussieht und schmeckt wie Bienenhonig (https://de.wikipedia.org/wiki/Kunsthonig, gesehen am 20.05.2014). - Wichtiger aber ist die Herstellung von Kunsthonig (in Preußen jährlich ca. 56,000 Ztr.) aus Stärkezuckersirup und Fruchtzucker (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Honig).

Bedeutung "honigähnliche Substanz, Sirup", substantivisches Determinativkompositum mit undurchsichtigem Vorderglied

  • KaftanhonigNach Ausweis älterer Lexika handelt es sich bei Kaftan um einen Ortsnamen; das lässt sicher aber nicht verifizieren. m. Kaftan, Sirup aus der Frucht des JohannisbrotbaumsAuch der Kaftanhonig wird aus dem Johannisbrot gewonnen (https://de.wikipedia.org/wiki/Johannisbrotbaum, gesehen am 20.05.2014). - Kaftanhonig, auf Cypern aus Johannisbrot (s. Ceratonia) bereiteter Sirup, in dem man andre Früchte einmacht (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v.).