Grammatik-Angaben

Nom. Sg. Honig m.
Gen. Sg. Honigs
Nom. Pl. Honige

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Klassifikationsbezeichnung als Hinterglied

  • Honigart f. Art von Honig Hassen zählt acht verschiedene Honigarten, wobei der beste der Ebichaa ("dunkle") Honig war aus dem für den Adel und Würdenträger der Gibe Region Tej (dadhi) erzeugt wurde (https://de.wikipedia.org/wiki/Königreich_Gera, gesehen am 24.05.2014). - damals sei Dattelhonig die wichtigste Honigart gewesen (Weber, Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen, 1916-22).
  • Honigsorte f. Sorte des Honigs Insgesamt hat Bihophar über 60 unterschiedliche Honigsorten im Sortiment (https://de.wikipedia.org/wiki/Fürsten-Reform, gesehen am 24.05.2014). - Herr Gadeyne verkauft dort die seltensten Honigsorten aus aller Welt (Die Zeit, 13.03.1970).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Hinterglied

  • Honigmarkt m. Markt, auf dem mit Honig gehandelt wird Kirchenfeste bestimmen den Jahresrhythmus mit Mummenschanz und Honigmarkt zu Fastnacht, mit Ostermessen und Fronleichnamsprozession (Die Zeit, 24.07.1987). - Köln, Nürnberg, Breslau, Prag hatten im Mittelalter besuchte Honigmärkte (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Bienenzucht).
  • Honigraum m. Bereich im Bienenkorb, wo die Honigvorräte lagern Als Honigraum wird in der Imkerei der obere Bereich einer Bienenbeute bezeichnet, in dem Honigbienen in den Bienenwaben größere Mengen an Honig-Vorräten anlegen (https://de.wikipedia.org/wiki/Honigraum, gesehen am 24.05.2014). - ein Teil dieses Raumes wird häufig durch Einhängen eines hölzernen Schiedes oder Absperrgitters, das den Arbeitsbienen, aber nicht der Königin den Durchgang gestattet, als Honigraum abgetrennt (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Bienenzucht).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Behälterbezeichnung als Hinterglied

  • Honigbottich m. Bottich für Honig Nun hatte er nur noch Brot, Trockenobst, Äpfel, seine Nüsse und den Honigbottich (Saunders, Myrddin, 2013). - An einem vorher bestimmten Tag erschien aus Flensburg der Honigabnehmer mit einem großen, schweren Wagen, auf dem sich die Honigbottiche befanden (Jahrbuch für die Schleswigsche Geest, 1968).
  • Honigfass n. Fass für Honig Einer Version nach fiel Glaukos, der Sohn des kretischen Königs Minos, in ein Honigfass und erstickte darin (https://de.wikipedia.org/wiki/Schlange_(Sternbild), gesehen am 24.05.2015). - Der Fuchs schien noch eine Weile zu überlegen, und dann ging er endlich. Aber nicht ins Dorf, sondern ganz heimlich zu den Honigfässern, und es dauerte gar nicht lange, so war eines davon leer (Preindlsberger-Mrazovic, Bosnische Volksmärchen, 1905).
  • Honiggefäß n. (1) Gefäß für Honig Aasa warf einen liebevollspöttischen Blick auf ihren Sohn, bevor sie die Blüten und Zweige, die talggefüllten Töpfe und die Honiggefäße in dem großen Weidenkorb verwahrte (Köster-Lösche, Die Bronzefibel, 2015). - Nun lehrte er die Frauen unter den aufgehängten Honiggefäßen singen, und einen Monat später zeigte er auch den Männern, wie man den Honig mit Wasser mischt und auf dem Dorfplatz das Fest feiert (Koch-Grünberg, Indianermärchen aus Südamerika, 1927).
  • Honigglas n. Glas für Honig Löwe und Bär halten Wein- und Honiggläser sowie Tulpen in ihren Pratzen (https://de.wikipedia.org/wiki/Narrozunft_Villingen, gesehen am 24.05.2014). - Bienen und dicke Fliegen schwammen in einem alten Honigglas, das der vorsorgliche Wirt mit Zuckerwasser gefüllt hatte (Tucholsky, Rheinsberg, 1912).
  • Honighafen m. Gefäß für Honig Doch nun erging es ihm wie dem Bären, der einmal vom Honighafen geschleckt hatte (Forstmaier, Aufruhr im Achental, 2006). - Honighäfen stehen neben Schnapskrügeln und Spinnradeln (Christ, Madam Bäurin, 1920).
  • Honigkrug m. Krug für Honig In archaischen Darstellungen wird er als geflügelter Jüngling mit Hacke, Öl-, bzw. Honigkrug oder einem Getreidesack dargestellt (https://de.wikipedia.org/wiki/Aristaios, gesehen am 24.05.2014). - ein Scherben Nachtgeschirr stand darunter auf dem Fußboden, der einer Landstraße glich, neben einem bauchigen, gläsernen Honigkrug, zu dem ungezählte Ameisen in langen Reihen zogen wie die Bittgänger mit dem Kreuz (Christ, Bauern, 1919).
  • Honigkübel f. Kübel für Honig ausgeschleuderter Honig läuft durch ein Sieb in den Honigkübel (https://de.wikipedia.org/wiki/Honig, gesehen am 25.04.2014). - Also stellt am Frauentag der Hauser auch die Schleuder samt dem Honigkübel in die heiße Kuchel (Christ, Die Rumplhanni, 1917).
  • Honignapf m. Napf für Honig Weiterhin hielt sie ihr Messer über dem Honignapf, während sie mit scharfer Stimme sagte: Na? (Schneider, Marienbrücke, 2009). - wenn der Wein nicht süß genug war, griff man nach dem bereitstehenden Honignapf (Die Bayerische Biene 47, 1925).
  • Honigscheibe f. WabeZwei Helme, rechts der Stammhelm und links Helm mit schwarz-goldenen Decken, darauf eine schwarze Bärentatze, die eine goldene Honigscheibe empor hält, zwischen zwei von Gold und Schwarz übereck geteilten Büffelhörnern (https://de.wikipedia.org/wiki/Götzen_(Adelsgeschlecht), gesehen am 24.05.2014). - Honigscheiben, welche tote Brut enthalten, hinausnehmen und die Bienen ausbürsten (Schweizerische Bienen-Zeitung 33, 1910).
  • Honigschüsselchen n. kleine Schüssel für Honig Er erzählt von Annikas Versuch, kleine Honigschüsselchen zu zaubern (Breitschwerdt, Matti, der fliegende Wurm, 2014). - Sie wußte, daß der liebe Gott alles verziehen hatte, selbst jenen bösen Augenblick, wo sie den Finger ins Honigschüsselchen getaucht und zweimal – oder war es dreimal? – sie will lieber sagen dreimal – daran geschleckt hatte (Federer, Lachweiler Geschichten, 1911).
  • Honigstock m. Bienenstock Das Wild wird bejagt und aus dem Gebiet vertrieben, die Beeren, Knollen, Honigstöcke und Wasserlöcher, auf die die Hadza angewiesen sind, verschwinden (https://de.wikipedia.org/wiki/Hadza, gesehen am 24.05.2014). - Bieners Druckermarke ist ein Bär, der nach dem Honigstock greift (Schmidt, Deutsche Buchhändler. Deutsche Buchdrucker, 1908, s.v. Apiarius).
  • Honigtafel f. HonigscheibeIch hing Honigtafeln aus fremden Stöcken zwischen die Honigtafeln anderer Stöcke (Illustrierte Monatsblätter für Bienenzucht 29, 1929).
  • Honigtiegel m. Tiegel für Honig Lenya strich mit dem Finger durch den kleinen Honigtiegel und reichte ihn dem Steuermann (Hennen/Corvus, Die Phileasson-Saga, 2017). - Jakob stellt einige Honigtiegel vor seine Stöcke (Bienenvater 57, 1925).
  • Honigtopf m. Topf für Honig Puuh schläft ein und träumt einen merkwürdigen Traum um Elefanten und Honigtöpfe (https://de.wikipedia.org/wiki/Winnie_Puuh_und_das_Hundewetter, gesehen am 24.05.2014). - Wahrhaftig glichen sie den armseligen Fliegen, die aus einem Honigtopfe heraus wollen (Heym, Der Dieb, 1913).
  • Honigwabe f. mit Honig gefüllte Wachszelle im BienenstockDer Vorteil besteht darin, dass die Königin ihre Eier nicht in die Honigwaben legen kann (https://de.wikipedia.org/wiki/Honigraum, gesehen am 24.05.2014). - Ist das Volk nur stark und reichlich mit verdeckeltem Honig versehen, so mögen Sie füttern wie Sie wollen, Syrup, Honig oder entdeckelte Honigwaben (Bienenvater 40, 1908).
  • Honigzelle f. mit Honig gefüllte WabeBefindet sich Brut zwischen den Honigzellen, wird diese herausgeschnitten und zurück in die Röhre gestellt (https://de.wikipedia.org/wiki/Imkerei_im_Alten_Ägypten, gesehen am 24.05.2014). - Hier verlassen die Larven die Biene u. warten, bis sie Gelegenheit finden, in einer Honigzelle auf ein frisch gelegtes Ei zu kommen, das sie bis auf die Eihaut verzehren (Reitter, Fauna Germanica, 1908-16).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Instrumentbezeichnung als Hinterglied

  • Honiggabel f. Gabel zum Ausheben von Honigscheiben Wir entdeckeln mit der altbewährten Honiggabel (Bienenwelt 47, 2005). - Am besten, wir kratzen eine Futterwabe mit der Honiggabel auf, sprühen sie an und machen wieder zu! (Österreichischer Imkerkalender, 1966).
  • Honigkelle f. Schöpfkelle für Honig da sehen wir auf der rechten Seite, über der Honigkelle und dem Gralsgefäß, eine puppenartige Gestalt (Fischer/Thiemann, Sammlung Speck, 1996). - Die Hauserin taucht die Honigkelle ins heiße Wasser und löst behutsam das Wachs von den schweren Waben (Christ, Die Rumplhanni, 1917).
  • Honigpflaster n. medizinisches Pflaster mit Honig Honig hat ausgezeichnete Fähigkeiten, um bei Furunkeln und anderen äußerlichen Abszessen die Entzündung zum Reifen zu bringen. Dazu wendet man ein Honig-Pflaster an (Marbach, Heilen mit Propolis, 2009). - Der Gebrauch, Honigpflaster bei äußerlichen Verletzungen und Verbrennungen aufzulegen, findet sich schon bei den alten Ägyptern, er war im Mittelalter und auch in unserer Zeit in der Volksmedizin vielfach üblich (Südwestdeutscher Imker 7, 1955).
  • Honigpresse f. Gerät zum Pressen von Honig Noch heute ernten indigenen Völkern in Südamerika und Afrika den Honig mit Hilfe von Honigpressen (https://de.wikipedia.org/wiki/Imkerei_im_Alten_Ägypten, gesehen am 24.05.2014). - Was zurückbleibt, gewinnt er mit Hilfe seiner Honigpresse als einen Ertrag zweiter Güte (Münchener Bienen-Zeitung 34, 1912).
  • Honigschleuder f. Zentrifuge für die Honiggewinnung Eine Honigschleuder ist eine Maschine (Imkereigerät), bei der durch Zentrifugalkraft Honig aus Bienenwaben gewonnen wird (https://de.wikipedia.org/wiki/Honigschleuder, gesehen am 24.05.2014). - Honigschleuder, Zentrifuge zum Ausschleudern des Honigs aus den Waben (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v.).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Speisebezeichnung als Hinterglied

  • Honigbemme f. mit Honig bestrichene Brotscheibe Karlchen aber, wieder in Hemd und Höschen, saß vergnügt kauend an seiner Honigbemme (Neue Bienen-Zeitung 6, 1907).
  • Honigbier n. mit Honig gesüßtes Bier Zu der Party mit Honigbier und Hirschbraten kommen zahlreiche Fans des Berliner Fußballclubs Dynamo (Berliner Zeitung, 06.10.2003). - Man benutzt den H. als Genußmittel, zu Backwaren (Honigkuchen, Lebkuchen, Pfefferkuchen) und Konfitüren, zur Konservierung von Früchten und andern Nahrungsmitteln, zu Getränken (Honigwein, Honigbier, Honigobstwein, Met etc.), in den Apotheken zur Darstellung einiger Präparate (Rosenhonig, Sauerhonig etc.) (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Honig).
  • Honigbranntwein m. Branntwein aus Honig Er hatte ein bißchen zuviel vom Honigbranntwein getrunken und fühlte sich beschwipst (B. Büchner, Aus dunkler Tiefe, 2014). - Da wird dann auch Honigbranntwein, ja Wein credenzt (Zach, Siebenbürgen in Wort und Bild, 1902).
  • Honigbrei m. (1) mit Honig gesüßter Brei Gisela war ihm schon als kleines Kind wie ein Hündchen nachgelaufen, wenn er aus den Ställen in die Küche kam, um heimlich von dem Honigbrei zu kosten, den seine Mutter für die Kinder des Grafen zubereitete (Jordan, Der Eid der Kreuzritterin, 2011). - In Böhmen gibt es an diesem Tage den Honigbrei, ebenfalls eine alte Seelenspeise (Österreichische Zeitschrift für Volkskunde 17, 1911).
  • Honigbrei m. (2) breiförmiger Honig als Bienennahrung Schon die Einsiedlerbienen füllen ihre Zellen mit Honigbrei, der später den heranwachsenden Larven als Nahrung dient (Natzmer, Tierstaaten und Tiergesellschaften, 1967). - Darf einem Völklein, das mutmaßlich zu wenig Wintervorrat hat, während des kalten Winters Honigbrei gereicht werden und auf welche Art und Weise? (Schweizerische Bienen-Zeitung 26, 1903).
  • Honigbrot n. (1) mit Honig gesüßtes Backwerk Als sie und Takemoto das Studium beendet haben und Takemoto mit dem Zug zu seiner neuen Arbeitsstelle wegfährt, schenkt Hagu ihm ein Honigbrot, in dem vierblättrige Kleeblätter eingelegt sind (http://de.wikipedia.org/wiki/Honey_and_Clover, gesehen am 9.12.2012). - Kolibak (russ.), Art geweihtes Gebäck; bei den heutigen Griechen das geweihte Totenmahl, aus gesottenem Korn, Honigbrot und Früchten bestehend (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Kolibak).
  • Honigbrot n. (2) mit Honig bestrichene Brotscheibe Magst du mir ein Honigbrot schmieren? (Die Zeit, 5.10.1979). - Schwächlichen, bleichsüchtigen Kindern kann man keine größere Wohlthat erweisen, als wenn man ihnen regelmäßig Honigbrot giebt (Die Biene und ihre Zucht 38, 1901).
  • Honigessig m. aus Honig hergestellter Essig Es ist eben kein Essig mit Honig vermischt, sondern ein echter Gärungsessig aus hergestellten Honigmet den mir die Imkerei Anton Müller aus Wetter zur Verfügung stellt. Dieser wird in meiner Fesselanlage zu einen echten Honigessig weiter veredelt (http://www.kraeuterkeller.de/index.php?name=Content_4&pid=4, gesehen am 5.2.2011). - Das bisher in Arizona übliche Verf. Honigessig darzustellen, ist nicht rationell (Chemisches Central-Blatt 78, 1907).
  • Honigfladen m. flaches Backwerk mit Honig Der Name Lebkuchen findet seine Wurzeln vermutlich in den Klöstern des Mittelalters, in denen die Honigfladen bereits im 13. Jahrhundert gebacken wurden (Dietz, Der Nürnberg-Atlas, 2007). - Die Nonnen der mittelalterlichen Klöster buken feine, mit Heilkräutern vermischte Honigfladen, die ihren Namen "Lebkuchen" wohl von dem altnordischen Wort lyf, d. h. Heiltrank, erhielten (Welt und Wissen, 1927).
  • Honiggebäck n. Backwerk mit Honig Als der Handel mit orientalischen Gewürzen im 11. Jahrhundert Europa erreichte, begannen zuerst die zahlungskräftigen Klöster, die Honiggebäcke damit zu würzen (https://de.wikipedia.org/wiki/Basler_Läckerli, gesehen am 24.05.2014). - Die Thorner Katharinchen, deren Name vom Katharinentage herstammt, an dem mit dem Backen dieses Honiggebäckes begonnen wird, sind zu den Schneckengebäcken zu zählen (Welt und Wissen, 1927).
  • Honiggebackenes n. Backwerk mit Honig Auf einem kleinen Tisch standen mehrere Teller mit Leckereien. Honiggebackenes, kandierte Früchte, aber auch geräucherter Lachs, kleine Brotstücke, frische Butter und köstlich duftende Soßen (Hennen, Elfenlied, 2011). - Mit unbedecktem Haupt nach griechischer Art brachte man die Opfer, schenkte sich Kerzen,Tonpuppen und Honiggebackenes und ging wohin die Lust trieb zu Gast (Zeller, Hannibal, 1947).
  • Honigkuchen m. mit Honig gesüßtes Backwerk, Lebkuchen Honigkuchen ist eine andere Bezeichnung für Lebkuchen, die sich davon herleitet, dass Lebkuchen traditionell mit Honig gesüßt wurde (https://de.wikipedia.org/wiki/Honigkuchen, gesehen am 24.05.2014). - als mir Jochen Voß dann noch obendrein einen großen Honigkuchen nebst einem fettriefenden Schmoraal aushändigte, da lief ich spornstreichs die Dreiviertelstunden Wegs nach unserem Abbau zurück, kaum daß ich Zeit hatte, mich richtig bei ihm zu bedanken (Rehbein, Das Leben eines Landarbeiters, 1911).
  • Honigmet m. aus Honig zubereiteter Met ...weiterhin ein umfangreiches Trinkservice mit neun Trinkhörnern, die mit Goldbändern verziert waren, ein importierter 500 Liter fassender, ursprünglich zu zwei Dritteln mit Honigmet gefüllter Bronzekessel, eine goldene Trink- und Schöpfschale sowie (auf dem Wagen aufgestapelt) das Speisegeschirr mit drei Bronzebecken und neun Tellern (https://de.wikipedia.org/wiki/Keltenmuseum_Hochdorf, gesehen am 05.06.2013).
  • Honigmilch f. Milch mit Honig Irgendetwas ist an diesem Schauspieler Fiennes, das einen veranlasst, sofort aufspringen und ihm Honigmilch kochen zu wollen, sobald man ihn sieht: etwas asthenisch Blutleeres, Zerbrechliches (Berliner Zeitung, 10.09.2005). - Malzmilch, Honigmilch, Karamelmilch u. a. m. sind weitere Kombinationen, die das Angebot auf der Spezialmilchkarte bereichern (Kölling, Fachbuch für Kellner, 1956).
  • Honigsaft m. (1) mit Honig gesüßte Flüssigkeit Auch abseits der Rübchen-Tradition wird der Gast fündig: Zweierlei vom Stubenküken in Honigsaft an orientalischem Rahmkürbis und Zartweizen (Berliner Zeitung, 29.10.2005). - Honigsäfte werden zubereitet bald mit wässrigen Aufgüssen, bald mit säuerlichen Flüssigkeiten (Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich, 1954).
  • Honigschnitte f. mit Honig gesüßte Speiseschnitte Zumal Bugatekin zusätzlich zum Röstzeug noch Süßigkeiten wie Honigschnitten mit Pistazien, Walnüssen und Mandeln bietet und eine ganze Regalwand voller Fächer mit türkischen Bonbons hat (Berliner Zeitung, 17.03.2005). - "Wir gehen", erklärt großspurig Kurt und zieht Friedel mit hinaus, die sehnsüchtig nach den Honigschnitten schielt (Forwein, Du selber bist das Rad, 1947).
  • Honigsemmel f. mit Honig bestrichenes Brötchen "Fest steht nur, es war weiß wie Koriandersamen und schmeckte wie eine Honigsemmel", sagt sie (Berliner Zeitung, 31.05.2001). - Statt des Morgengrußes ertönt der Schrei nach dem Finanzblatt, zwischen Zwieback und Honigsemmel rast das Telephon wie besessen (Reznicek, Der vollendete Adam, 1928).
  • Honigsoße f. mit Honig gesüßte Speisesoße Durch die Kochbücher des Apicius ist die Verwendung der Haselmaus als Delikatesse in der altrömischen Esskultur bekannt. Sie galt als besonderer Leckerbissen, der mit einer Honigsoße serviert wurde (https://de.wikipedia.org/wiki/Haselmaus, gesehen am 24.05.2014). - Festmahl bei dem Erzbischof, türkische Gerichte, leckere Kuchen in Honigsauce, die mit den Fingern geholt und gehalten werden mußten (Wilamowitz-Moellendorff, Erinnerungen 1848-1914, 1928).
  • Honigspeise f. Speise mit Honig "Einfach unglaublich", wiederholte Laurel, als sie sich mit Tamani auf weichen Kissen lümmelte, die neben niedrigen Tischen ausgebreitet waren, die wiederum üppig und bunt mit Früchten, Gemüse, Säften und Honigspeisen gedeckt waren (Pike, Elfenliebe, 2011). - Die Honigspeise ist nach Rabh erlaubt und nach dem Vater Semuels und Levi verboten (Goldschmidt, Der babylonische Talmud, 1933).
  • Honigstulle f. mit Honig bestrichene Brotscheibe Angela Zieschke hat Honigstullen und Saftschorlen für die Männer hergestellt (Die Zeit, 03.07.2013). - unser kleines Ingelein ruhte nicht eher, bis sie neben Onkel Hoff saß, um ihm eine Kostprobe von ihrer Honigstulle anzubieten (Dietrich, Im Flug über ein halbes Jahrhundert, 1942).
  • Honigsuppe f. mit Honig gesüßte Suppe "Honigsuppe!", erklärte die Gnomin und schöpfte Tahâmas Schale voll (Schweickert, Die Seele der Nacht, 2015). - Er ließ sie bei einer Lehrerin unterrichten, die sie sehr gut behandelte und ihr Honigsuppe gab (Braga, Contos tradicionaes do povo portuguez, 1914).
  • Honigtrank m. mit Honig gesüßtes Getränk Am Eimer war ein zwanzig Meter langer Schlauch, aus dem der Honigtrank getrunken wurde (Schranz, Anders als bisher, 2015). - Zeus, als Zögling der Honignymphe Melissa, ist auch Mischkünstler dieses Honigtrankes (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Honig).
  • Honigwasser n. Hydromel, Getränk aus Honig und Wasser Dann ließ der Alte zwei Brunnenlöcher graben, in das eine wurde Kissel gefüllt und in das andere Honigwasser (https://de.wikipedia.org/wiki/Kissel_(Speise), gesehen am 24.05.2014). - Als Getränk dient Bier aus Sorghum oder Dagosa, vor allem aber Detsch, zum Gären gebrachtes Honigwasser, das in Schoa allein vom König bereitet werden darf (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Abessinien).
  • Honigwecke f. mit Honig bestrichenes Brötchen "Eigentlich nicht", meinte sie dann und biss in eine Honigwecke (Lark, Das Land der weißen Wolke, 2013).
  • Honigwein m. Met, weinartiges Getränk aus vergorenem Honig Met, auch Honigwein genannt, ist ein alkoholisches Getränk aus Honig und Wasser (https://de.wikipedia.org/wiki/Met, gesehen am 05.04.2013). - Met (griech., Honigwein), geistiges Getränk aus Honig, Wasser und Gewürzen, enthält etwa 17 Proz. Alkohol neben Zucker, Mannit, organischen Säuren etc. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Met).
  • Honigzelten m. mit Honig gesüßter Lebkuchen Noch heute verwenden wir Bienenhonig zum Süßen unserer Honigzelten und Wachs zum Gießen unserer Votivgaben (http://www.cafe-hipp.de/tradition.html, gesehen am 24.05.2014). - Da spielten die Manner fröhlich auf; die Hochzeiter nahmen ihre Bräut bei der Hand und juchzten und tanzten dazu; der Wirt aber mußt reichlich Wein auftragen und feine Sträublein, Klauben- oder Früchtenbrot und Honigzelten (Christ, Mathias Bichler, 1914).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Personenbezeichnung als Hinterglied

  • Honigdieb m. jemand, der Honig stiehlt Der Imker ist hier Honigdieb und Bienentöter (https://de.wikipedia.org/wiki/Schnurrdiburr_oder_Die_Bienen, gesehen am 24.05.2014). - Als er gerade damit beschäftigt war den Honig aus den Rahmen zu nehmen, wurde der Honigdieb überrascht und festgenommen (Die Hessische Biene 74, 1936).
  • Honigliebhaber m. jemand, der gern Honig isst Der Feind der Bienenforscher und Honigliebhaber ist rotbraun und so groß wie ein Stecknadelkopf (Berliner Zeitung, 06.03.2003). - Leider ist so ein Besuch bei einem Imker nicht jedem Honigliebhaber möglich (Praktischer Wegweiser für Bienezüchter 33, 1927).
  • Honignymphe f. Melissa, eine mit dem Honig und den Bienen verbundene Nymphe der griechischen Mythologie die erstere trägt ein hellzitronengelbes Unterkleid, einen blauen Umhang, im Haar ein rotes Band, die Honignymphe ein rosa Unterkleid (Wild, Nicolas Poussin, 1980). - Zeus, als Zögling der Honignymphe Melissa, ist auch Mischkünstler dieses Honigtrankes (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Honig).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Nomen agentis als Hinterglied

  • Honigangeber m. Indicator, Spechtvogel, der Bienennester anzeigt Hat der Honigangeber nun eine solche Msinga gefunden, in der er Honig vermutet, so lässt er ein ununterbrochenes "Tschirtscherr" ertönen (Illustrierter Beobachter 8, 1933).
  • Honiganzeiger m. Indicator, Spechtvogel, der Bienennester anzeigt
    Die Honiganzeiger (Indicatoridae) sind eine Familie in der Ordnung der Spechtvögel (Piciformes) (https://de.wikipedia.org/wiki/Honiganzeiger, gesehen am 24.05.2014). - Honig-K. (Honiganzeiger, Indicator Sparmanni Steph.), im südl. und mittlern Asien (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Kuckucke).
  • Honigbauer m. Imker Mauro, der Honigbauer, Mario, der Olivenbauer, sie haben auf ihrem Grund ein paar Wohnungen hergerichtet (Die Zeit, 17.07.2003). - Die ganze Sehnsucht des Honigbauers zielt auf ein nasses Jahr, damit ihm die Kartoffel, der magere Buchweizen, das spärliche Korn nicht verdorre und er, neben dem Heidekraut und Ginster, auch richtiges Stroh für seine Tiere heimfahren könne (Bergg, Ein Proletarierleben, 1913).
  • Honiggelter m. jemand, der die Abgabe für das Zeidelrecht entrichtet Schon zur Zeit Karls des Großen (768-814) wurden in einzelnen Gegenden Honigabgaben entrichtet und die zum Honigzins Verpflichteten hießen Honiggelter (Kärntner Biene 29, 1960).
  • Honighändler m. jemand, der mit Honig handelt In Norddeutschland fand er einen Honighändler, dem der Name und das Rezept gehörten (Der Tagesspiegel, 03.05.2004). - Der Honighändler ist daher genötigt, dem amerikanischen Honig eine dunkle Farbe zu geben, ihn zu mischen und zu färben (Tiroler-Vorarlberger Bienen-Zeitung 20, 1931).
  • Honigmacherin f. Honigbiene Im zweiten Lebensabschnitt, als Baubiene und Wachsbereiterin, wird die Arbeitsbiene auch zur Honigmacherin (Spillner, Staatenbildende Insekten, 1981). - Im Jahre 1859 taufte Linné die Biene Apis mellifera (deutsch: Honigbringerin). Zwei Jahre später gab er ihr den Namen Apis mellifica (deutsch Honigmacherin), wahrscheinlich weil er inzwischen erkannt hatte, daß der erste Name unrichtig sei, da die Biene keinen Honig einträgt sondern Nektar, und Honig erst im Stocke davon macht - daher "Honigmacherin" (Bienenvater 36, 1904).
  • Honigproduzent m. jemand, der Honig produziert Mit Vanessas Hilfe verklagt er erfolgreich die Honigproduzenten (https://de.wikipedia.org/wiki/Bee_Movie_-_Das_Honigkomplott, gesehen am 24.05.2014). - Es ist Tatsache, daß die Königinnenzüchter des Südens die Königinnen dann liefern, wenn der Honigproduzent des Nordens die Königinnen braucht (Praktischer Wegweiser für Bienenzüchter 40, 1934).
  • Honigsammler m. jemand, der Wildhonig sammelt So sind z. B. durch Honigsammler am 26. April 2002 große Teile durch Feuer zerstört worden (https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_U_Minh_Thuong, gesehen am 24.05.2014). - Am nächsten Morgen trafen George und Nuru, als sie am Flußufer entlanggingen, ein paar Honigsammler (Schweizerische Bienen-Zeitung 97, 1974).
  • Honigsammlerin f. Honigbiene Bei Verhaltensexperimenten zeigten die Honigsammlerinnen die Fähigkeit, so abstrakt zu denken, wie es Forscher bisher nur Wirbeltieren zugetraut hatten (Der Tagesspiegel, 18.04.2001). - Als Honigsammlerin, also mit der Höhe ihrer Aufgabe, hat die Biene ihren eigentlichen Lebenszweck erreicht und als solche reibt sie sich auf und stirbt (Praktischer Wegweiser für Bienenzüchter 45, 1939).
  • Honigschneider m. Imker Schon zu Zeiten Karls des Großen wurden im Salzforst Bienenwarte und Honigschneider angestellt (https://de.wikipedia.org/wiki/Forstmeister_(Adelsgeschlecht), gesehen am 24.05.2014). - Im Mittelalter wurden die Honigliebhaber so zahlreich, daß sich ein eigentliches Handwerk der Honigschneider herausbildete (Schweizerische Bienen-Zeitung 86, 1963).
  • Honigträgerin f. Honigbiene Wegen dieser Fähigkeit und Tätigkeit der Bienen und ihrer noch anderweitigen Bereicherung des Honigs bezeichnen wir diese ja auch als Honigmacherinnen, nicht Honigträgerinnen (Bienenvater 97, 1976). - Sofort sprang sie empor und schloß sich einer Honigträgerin an (Bonsels, Die Biene Maja und ihre Abenteuer, 1912).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Hinterglied

  • Honigbär m. Bär, der gern Honig frisst Der Wickelbär (Potos flavus), manchmal auch Honigbär genannt, ist eine in Mittel- und Südamerika lebende Art der Kleinbären (Procyonidae) (https://de.wikipedia.org/wiki/Wickelbär, gesehen am 24.05.2014). - In der Nähe war der seltene Honigbär unterwegs (Die Zeit, 16.09.1966).
  • Honigbiene f. honigproduzierende Biene Für die Landwirtschaft ist die durch die Westliche Honigbiene erfolgte Bestäubung der Blüten von Bedeutung, was sie zu einem der wichtigsten Nutztiere macht (https://de.wikipedia.org/wiki/Westliche_Honigbiene, gesehen am 24.05.2014). - Honigbiene (Apis mellifica L.), die wichtigste Art der gesellig lebenden Bienen (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).
  • Honigbussard m. Henicopernis, ein habichtartiger Raubvogel Auslöser für den Angriff war diesmal offenbar ein Honigbussard, der seinerseits das Nest der Bienen der Art Apis dorsata attackieren wollte (Die Zeit, 12.02.2009). - Honigbussard, der Wespenbussard (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).
  • Honigdachs m. Mellivora capensis, Ratel, eine Marderart Der Honigdachs (Mellivora capensis), auch Ratel genannt, ist eine in Afrika und Asien lebende Raubtierart aus der Familie der Marder (Mustelidae) (https://de.wikipedia.org/wiki/Honigdachs, gesehen am 24.05.2014). - Honigdachs (Mellivora Storr.), Raubtiergattung aus der Familie der Marder (Mustelidae), plump gebaute Tiere mit langer Schnauze, kleinen Ohren und Augen, kurzen, starken Beinen, langen Scharrkrallen an den Zehen der Vorderfüße und kurzem Schwanz (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v.).
  • Honigfalke m. Henicopernis, ein habichtartiger Raubvogel Wespenbussard, der (Pernis apivorus L.): Auch Wespenfalke, Wespenfresser, Bienen-, Läufer- und Honigfalke, Honigbussard, grauschnäbeliger Bussard, Frosch-, Vogelgeier, Sommermauser (Stinglwagner/Haseder/Erlbeck, Das Kosmos Wald- und Forstlexikon, 1998). - Der Wespenbussard (Bienen-, Honigfalke, Sommermauser, schuppiger Mauser, Pernis apivorus L.). 62 cm lang, 140 cm breit, wechselt im Gefieder stark ab, ist oft einfarbig braun, am Kopf graublau, mit mehreren Binden auf dem Schwanz, oft an der Unterseite weiß gefleckt oder weiß mit braunen Querflecken (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Weihen [2]).
  • Honiggeier m. Henicopernis, ein habichtartiger Raubvogel Honigfalke, Honiggeier, s. Milane (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Honigfalke).
  • Honigimme f. honigproduzierende Biene Manchmal bekomme ich Besuch, ein Grauimmchen, eine Pollenbiene, eine verschnaufende Honigimme (Die Bayerische Biene 59, 1937).
  • Honigkuckuck m. Indicator, Klettervogel, der Bienennester anzeigt Auf der Suche nach Honig bekommt er Unterstützung vom Honigkuckuck, der den Honigdachs mit lautem Gezwitscher auf sich aufmerksam macht und ihn zum nächsten Bienennest führt (Millionärswissen: Unnützes Wissen, mit dem man reich werden kann, 2013). - Honigkuckucke (Indicatoridae), Familie der Klettervögel (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v.).
  • Honigschimmel m. gelblicher Schimmel Benannt wurde sie nach dem Originalaraber Shagya, einem geapfelten Honigschimmel, der jedoch nicht Begründer der Rasse ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Shagya-Araber, gesehen am 24.05.2014). - Er war das achte Produkt seiner 1892 zu Weil geborenen Mutter, einer prächtigen arabischen Vollblutstute, Honigschimmel (Arena 26, 1910).
  • Honigvögelein n. Honigbiene Der Sammeleifer unserer Honigvögelein ist so groß, daß sie in günstigen Jahren auch für den Bienenvater etwas erübrigen (Mein Bienenmütterchen 11, 1931).
  • Honigwespe f. Masarina, honigerzeugende Wespe Die Honigwespen (Masarinae) bilden eine Unterfamilie der Faltenwespen (Vespidae) in der Ordnung der Hautflügler (https://de.wikipedia.org/wiki/Honigwespen, gesehen am 24.05.2014). - Man findet auch heute noch unter den Honigwespen alle Stadien der schrittweisen Entwicklung unserer Hausbiene vor (Wiener Rundschau 5, 1901).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Körperteilbezeichnung als Hinterglied

  • Honigblase f. Magen der Honigbiene Der Magen der Honigbienen wird auch "Honigblase" genannt, da durch körpereigene Enzyme, die Invertasen, bereits ein Teil der Umwandlung von Nektar in Honig stattfindet (https://de.wikipedia.org/wiki/Trophallaxis, gesehen am 24.05.2014). - das vordere Ende bildet die Speiseröhre, die sich zu der beutelförmigen Honigblase erweitert (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Bienen).
  • Honigmagen m. Magen der Honigbiene Beim Nektarsaugen gelangt der Nektar, nachdem er den Rüssel passiert hat, in die Speiseröhre und anschließend in den Honigmagen, der dem eigentlichen Darm vorgeschaltet ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Westliche_Honigbiene, gesehen am 24.05.2014). - Sie lecken den Blumennektar (auch Blattlaushonig, Blatthonig etc.) auf, sammeln ihn im Honigmagen an und setzen ihn, nachdem er im Magen in Honig verwandelt wurde, in die Zellen ab (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Bienen).
  • Honigrüssel m. Saugrüssel der Honigbiene Bienen (Apidae), sehr artenreiche, zur Gruppe der Blumenwespen gehörige Familie der Hautflügler, mit breitgedrücktem erstem Hinterfußglied (Ferse). Unterkiefer und Unterlippe sind stark verlängert und bilden den Honigrüssel (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Bienen).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenbezeichnung als Hinterglied

  • Honigapfel m. (1) eine süße Apfelsorte Bist du aber ein Mensch, so nimm diese Wachteln, Maiskuchen und Honigäpfel an als Nahrung für dich und die Deinen! (Stucken, Die weißen Götter, 1919).
  • Honigbaum m. (1) Baum, an dem sich ein Bienennest befindet So führte Adam seine Familie zum Honigbaum und gab den Söhnen einen Stock in die Hand (Lahouti, Als Adam sich Eva wünschte, 2017).
  • Honigbaum m. (3) Koompassia malaccensis, ein Tropenbaum Von den zwei Arten ist K. malaccensis Maingay (Tapang, Twallang, Kumpas, Honigbaum) im Malaiischen Archipel ein riesiger Baum, der seine Krone erst in einer Höhe von 30–36 m bildet und bis dahin alle Äste abwirft, so daß der glatte Stamm für Menschen und Tiere gleich schwer zu ersteigen ist. In seinem Wipfel nisten Bienen, und die Fällung des Baumes ist deshalb auf mehreren Inseln verboten (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Koompassia).
  • Honigbirne f. früh reifende, süß schmeckende Birnensorte Während er den Topf zur Hälfte mit Erde füllte, hielt sie die letzte Honigbirne in den Händen, damit sie nicht in dem Brei der Früchte versank, die nicht überlebt hatten (Bishop, Blutskönigin: Die Schwarzen Juwelen 7, 2010). - Meine ganze Hochachtung war dahin! Ein König, der vor einer Honigbirne floh! (Müller-Jahnke, Ich bekenne, 1904).
  • Honigerbse f. (1) süß schmeckende Erbsensorte Die besten und auch bei uns am meisten kultivierten Erbsensorten sind folgende: Die gelbe Honigerbse, die hochgelbe Wachserbse und die frühe, grüne Felderbse, welche sehr mehlreich und wohlschmeckend sind (Kettenbach, Die Schäl-Industrie und Müllerei-Nebenzweige, 1908).
  • Honigfrucht f. süße Frucht Arbeitet und sammelt gefälligst weiter oder es gibt heute keine Honigfrüchte! (Schreyer, Mauro, 2017). - Feigengebüsch lockt mit Honigfrüchten, hochwipflige Edelkastanien wiegen sich in lauer Luft und lassen aus geplatzten Stachelschalen die braunen Kugeln fallen (Wille, Glasberg, um 1920).
  • Honiggras n. Holcus, eine Süßgräserfamilie Honiggräser (Holcus) sind eine Gattung innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae) (https://de.wikipedia.org/wiki/Honiggräser, gesehen am 24.05.2014). - Holcus L., Pflanzengattg. der Gramineen. H. lanatus L. (wolliges Honig- oder Zuggras [...]), perennierendes Gras mit dichtem Haarüberzuge, bes. auf moorigem Sandboden (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Holcus).
  • Honigklee m. Steinklee, Melilotus Steinklee (Melilotus), auch Honigklee genannt, ist eine Pflanzengattung, die zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) gehört (https://de.wikipedia.org/wiki/Steinklee, gesehen am 24.05.2014). - Melilotus Juss. (Melilotenklee, Melote, Steinklee, Honigklee), Gattung der Leguminosen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Melilotus).
  • Honigmelone f. Zuckermelone, Cucumis melo Fast schwarze Süßkirschen, rote und schwarze Johannisbeeren, gelbe Honigmelonen, grüne Gurken - farbenprächtig und reich locken auf Märkten und vor Geschäften die Obst- und Gemüseauslagen (Der Tagesspiegel, 25.07.2003). - Zuckermelonen, auch Honigmelonen genannt, gibt es in vielen Sorten (Mitteilungen der DLG, 1975).
  • Honigwicke f. Gelbe Platterbse, Lathyrus pratensis Andere Trivialnamen sind oder waren Honigwicken (Schlesien), Gelber Klee (Bern), Geele Quintches (Ostfriesland), Strümpf (St. Gallen bei Sargans), Schüala (St. Gallen bei Sargans), Gelbe Vogelwicki (Schweiz) und Wie (Schlesien) (https://de.wikipedia.org/wiki/Wiesen-Platterbse, gesehen am 24.05.2014). - Gelbe Platterbse; Honigwicken (Schl.): Gelber Klee (Bern) (Becker, Handbuch des gesamten Pflanzenbaues, 1929).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Pilzbezeichnung als Hinterglied

  • Honigpilz m. Hallimasch, Armillaria Die Hallimasche oder Honigpilze (Armillaria) sind eine Pilzgattung aus der Familie Physalacriaceae mit mehreren, schwer unterscheidbaren Arten beziehungsweise Kleinarten (http://de.wikipedia.org/wiki/Hallimasche, gesehen am 13.4.2013). - Hallimasch, Honigpilz (Agaricus melleus Vahl.), eßbarer, hellbrauner Blätterpilz, wächst am Grunde alter Stämme oder auf deren Wurzeln (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Hallimasch).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Nomen actionis/rei actae als Hinterglied

  • Honigausbeute f. Gewinn an Honig Die dort wachsende Heide wird als sehr pollenreich beschrieben, wodurch eine außergewöhnlich hohe Honigausbeute erhalten wurde (https://de.wikipedia.org/wiki/Clynder, gesehen am 24.05.2014). - Man kann sich hier aber auch Rat holen, wie man seine Bienenkästen am zweckmäßigsten anstreicht – sogar die Anschrift der Farbenfabrik ist angegeben – oder wie durch „Duftlenkung“ der Samenertrag bestimmter Pflanzen und die Honigausbeute gesteigert werden können (Die Zeit, 22.04.1966).
  • Honigbau f. Bienenzucht zum Zwecke der Honiggewinnung Das antike Kalabrien war berühmt durch den Öl-, Wein-, Honigbau und die Viehzucht und als Heimat des Ennius (Schwindt, Heinrich Glarean oder: Die Rettung der Musik aus dem Geist der Antike?, 2006). - Dass der Honigbau am ergiebigsten sei im Hochsommer, wenn die Sonne im Zeichen des Löwen steht (so Steinthal, Zeitschr. f. Völkerpsych. 1862, 132), ist für Palästina, wo nur der Frühling Blumen kennt, sehr unwahrscheinlich (Holzinger/Benzinger/Budde, Das Buch Josua, 1901).
  • Honigernte f. das Einbringen des Honigs Die Honigernte war im Alten Ägypten ein zentrales Thema in der altägyptischen Mythologie und im Königskult (https://de.wikipedia.org/wiki/Honigernte_(Altes_Ägypten), gesehen am 24.05.2014). - Auch Honigernten wurden öfters eingebracht: Hummelnester, auf der Erde und unter der Erde, wurden aufgespürt und ihrer gefüllten Honigtöpfchen beraubt (Paulsen, Aus meinem Leben, 1909).
  • Honigertrag m. Gewinn von Honig
    Die Idee von Baudoux war ein erhöhter Honigertrag durch längere Rüssel und größere Honigmägen (https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelwand, gesehen am 24.05.2014). - Bei vielen Bienenpflanzen läßt sich durch eine geschickte Duftlenkung auch der Honigertrag für den Imker wesentlich verbessern (Frisch, Erinnerungen eines Biologen, 1957).
  • Honigfang m. das Suchen von Wildhonig
    Sie schlug lediglich vor, die Ausrüstung, mit der sie auf Honigfang gehen wollten, zu verstecken (Rance, Sonnentochter, 2014).
  • Honiggenuss m. Genuss von Honig Seine praktische Erfahrung mit Bienen beschränkt sich auf gelegentliche Bienenstiche (sowohl die schmerzhaften als auch die mit Sahne gefüllten) und ausgiebigen Honiggenuss (Blackiston, Imkern für Dummies, 2016). - Meidung von Rauschmitteln, Fleisch- und Honiggenuß, absolute Meidung jeglicher Unkeuschheit und strenge eheliche Treue, Meidung von ständischem Stolz, von Zorn und allen Leidenschaften sind bei ihnen wie bei allen vornehmen Hindus selbstverständliche Gebote (Weber, Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen, 1916-21).
  • Honiggewinnung f. Gewinn von Honig Bei der Honiggewinnung ist das Schleudern der wesentliche Arbeitsgang des Imkers (https://de.wikipedia.org/wiki/Honigschleuder, gesehen am 24.05.2014). - Die moderne Bienenzucht mit dem einzigen Ziel der Honiggewinnung, wie sie um die Mitte des vergangenen Jahrhunderts in Amerika aufkam, geht darauf aus, die Bienen am Schwärmen zu verhindern (Die Zeit, 28.07.1955).
  • Honighandel m. Handel mit Honig Pferde-, Ochsen- und Honighandel waren Erwerbsgrundlage (https://de.wikipedia.org/wiki/Wedemark, gesehen am 24.05.2014). - Soltau, Kreisstadt im preuß. Regbez. Lüneburg, [...], hat eine evang. Kirche (1906 niedergebrannt), eine höhere Privatschule, ein Amtsgericht, die Kommandantur des Truppenübungsplatzes bei dem östlich gelegenen Dorfe Munster, Filz-, Schuh-, Bettfedern-, Faßkräne- und bedeutende Fruchtweinfabrikation, Bierbrauerei, Honighandel und (1905) 4861 Einw., davon 59 Katholiken und 11 Juden (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Soltau).
  • Honiglese f. Gewinnung von Honig Das binäre System von Inhalt und Darstellungsqualität bemüht auch Oppitz, wenn er auf einen Film verweist, der den Mythos von der Honiglese bei den himalayischen Magar und Gurung veranschaulicht (Näser, Film und Text, 2014). - Die Honiglese war im Berichtsjahre demnach im allgemeinen eine sehr schwache und reichte kaum für den inländischen Verbrauch (Berichte der k. u. k. Österreichisch-Ungarischen Consularämter 1, 1905).
  • Honignutzung f. Verwendung des Honigs Zu diesem Zweck müssen zunächst aber jene Faktoren des Wandels rekapituliert werden, welche sukzessive in die weitere Geschichte von südwestarabischer Bienenzucht und Honignutzung eingeführt wurden (Gingrich/Heiss/Zötl, Tribale Gesellschaften der südwestlichen Regionen des Königreiches Saudi Arabien, 2006). - Die übrigen drei in Ostasien heimischen Apis-Arten: A. indica F., A. dorsata F. und A.florea F. kommen für eine derartige Honignutzung infolge ihrer andersartigen biologischen Eigenschaften nicht in Betracht (Hüsing, Einführung in die Bienenkunde, 1956).
  • Honigopfer n. Opferritus, bei dem Honig dargebracht wird In alltäglichen Ritus-Gebrauch der Tempel wurde Honig sowohl zu religiösen Festen als auch als Honigopfer für die Götter eingesetzt (https://de.wikipedia.org/wiki/Imkerei_im_Alten_Ägypten, gesehen am 24.05.2014). - Nach Varro nahmen die Götter Honigopfer überhaupt gern (Kerényi, Niobe, 1949).
  • Honigpresserei f. Betrieb, in dem Honig gepresst wird So hatte er vor, zum Zwecke einer besseren Verwertung des Honigs, eine Honigpresserei einzurichten, die nach dem Muster einer Molkerei aufgebaut werden sollte (Söhle, Bei den Immen ein Leben lang, 1969). - Zwischenahn, Dorf und klimatischer Kurort im Großherzogtum Oldenburg, am Ausfluß der Aue aus dem 600 ha großen Zwischenahner Meer und an der Staatsbahnlinie Bremen-Neuschanz, hat eine evang. Kirche, eine landwirtschaftliche Winterschule, ein Kurhaus, Fleischwaren-, Holzspulen- und Wickelformenfabrikation, Honigpresserei und (1905) 1171 (als Gemeinde 5549) Einw. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Zwischenahn).
  • Honigproduktion f. das Erzeugen von Honig Auch Bienen und Hummeln sowie andere Fluginsekten werden manchmal zu den Nützlingen gezählt. Ihr Nutzen besteht zum einen in der Bestäubung von Obstbäumen und anderen Nutzpflanzen, zum anderen bei einigen Arten auch in der Honigproduktion (https://de.wikipedia.org/wiki/Nützling, gesehen am 24.05.2014). - Leider bringt diese Arbeitswut dem Menschen keinen Nutzen, da sich die Kampfbienen nicht unter Kontrolle bringen lassen und die Honigproduktion herkömmlicher Bienen bei Auftauchen der Superbienen sofort abfällt (Die Zeit, 01.10.1971).
  • Honigschmaus m. genussvolles Honigessen Nur schade, dass es viel zu spät war, um die Kängurus direkt beim Honigschmaus einfangen zu können (Herrmann, Siegburg, zwei Morde und drei Kängurus, 2013). - In der Raststunde gibts einen Honigschmaus (Bienenvater 40, 1908).
  • Honigsiederei f. Betrieb zur Honigzubereitung Wir nehmen gebührend davon Kenntnis, daß die Gebrüder Anspach, Inhaber der Honigsiederei Rieprich & Anspach, die Beklagten und Verurteilten sind (Praktischer Wegweiser für Bienenzüchter 8, 1903).
  • Honigsuche f. Suche nach Wildhonig Aus der gelegentlichen Honigsuche entwickelte sich die Tätigkeit des Zeidlers, des Honigsammlers mit Waldbienenhaltung (https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Imkerei, gesehen am 24.05.2014). - Sie warteten, bis der Bär auf die Honigsuche gegangen war, machten sich zur Flucht bereit und rannten davon (Löwis of Menar, Russische Volksmärchen, 1927).
  • Honigvorrat m. Vorrat an Honig Der Honigraum ist nur während der Vegetationszeit vorhanden, da nur in dieser Zeit ausreichend Trachten von den Bienen genutzt werden kann zur Anlage von Honigvorräten angelegt werden (https://de.wikipedia.org/wiki/Honigraum, gesehen am 24.05.2014). - Ist der Honigvorrat der Zelle verzehrt, dann zieht sie sich zusammen, die Haut löst sich ab u. bildet um sie einen geschlossenen Sack, der an die Tönnchen der Fliegen erinnert (Reitter, Fauna Germanica, 1908-16).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit substantiviertem Infinitiv als Hinterglied

  • Honigessen n. das Essen von Honig Zwar sind die Deutschen Weltmeister im Honigessen, aber 80 Prozent sind Billig-Importe (Berliner Zeitung, 23.08.2005). - Daß auch beim Honigessen Maß gehalten werden soll, ist naheliegend (Schweizerische Bienen-Zeitung 81, 1958).
  • Honiglecken n. (1) das Auflecken von Honig Das "Honiglecken" war und blieb also immer schon bei den Menschen eine sehr große Freude. Bei dem Herumtun mit den Waben aus dem Bienenstocke werden die Finger immer wieder - trotz öfteren Waschens - pickig, honigbekleckert (Bienenvater 106, 1985). - Will man dagegen den Angaben von E. Werth folgen, so würde die zur Nektaraufnahme bestimmte Organisation bei Honigvögeln und Kolibris fast gleichwertig erscheinen, da er zwar die Zunge der Nektarinen nur als zum Honiglecken geeignet, den Schnabel aber als Saugröhre bezeichnet (Aus der Natur 3, 1907).
  • Honigmachen n. Erzeugung von Honig Die Bienen verstehen sich aufs Honigmachen, und dafür bin ich ihnen dankbar (Hubbell, Leben auf dem Land, 2016). - allein man setze billigerweise zuweilen das utile und die Opportunität dem Buchstaben voran, wie man ja auch beim Honigmachen wohl die Körbe mit einem guten Geruch bestriche, damit die Bienen sich nur niederließen und ihr fleißiges Werk begönnen (Huch, Der Dreißigjährige Krieg, 1914).
  • Honigpressen n. das Pressen des Honigs Hör die Geschichte des Honigpressens, auf feine Arten, ein Fest für die Anwesenden (Vocke, Die marokkanische Malḥūnpoesie, 1990). - Wie im Weinland die Weintreber den Haustrunk lieferten, so verwendeten die Imker die Rückstände beim Honigpressen zur Bereitung von Met und Honigwein (Deutscher Imkerkalender, 1958).
  • Honigsammeln n. das Sammeln von Wildhonig Etwa 30 % des Baka-Wortschatzes ist nicht ubangisch. Das meiste davon betrifft eine spezialisierte Forstwirtschaft, so Wörter wie genießbare Pflanzen, medizinische Pflanzen und Honigsammeln, was als Überbleibsel einer antiken anderweitig verschwundenen Pygmäensprache postuliert wurde (https://de.wikipedia.org/wiki/Baka_(Sprache), gesehen am 24.05.2014). - Wenn ein Mann im Walde mit Honigsammeln umgeht, bricht er Brennholz und zündet ein Feuer an (Blohm, Die Nyamwezi, 1931).
  • Honigschneiden n. das Schneiden von Honigwaben Die Angst vor dem Wald läßt sich vermutlich aus dem Gegensatz zwischen der domestizierten Bienenzucht und der sogenannten Zeidlerei, "dem Honigschneiden in verpachteten und unter besonderem Recht stehenden Zeidlerwäldern" erklären (Holzmann, "Ich beswer dich wurm vnd wyrmin -": Formen und Typen altdeutscher Zaubersprüche und Segen, 2001). - Zeidelgüter, sonst die in den Reichsforsten bei Nürnberg gelegenen Güter der Zeidler, d. h. der Personen, welche die Aussicht über die Bienen und das Recht des Zeidelns (Honigschneidens) hatten (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Zeidelgüter).
  • Honigstehlen n. das Stehlen von Honig Der Bär wird beim Honigstehlen gezeigt (https://de.wikipedia.org/wiki/JJ1, gesehen am 24.05.2014). - Der Schaden, der uns durch das Honigstehlen verursacht wird, ist nicht der Rede wert, der durch die Weisellosigkeit erzeugte aber sehr gross (Illustrierte Monatsblätter für Bienenzucht 6, 1906).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Abgabebezeichnung als Hinterglied

  • Honiggeld n. Abgabe, die für das Zeidelrecht geleistet werden muss Das Zeidelrecht war ein Hoheitsrecht im Reichswald. Damit verbunden waren Rechte zur Holz- und Waldnutzung, aber auch die Pflicht zur Waldpflege und zur Abgabe des "Honiggeldes" (https://de.wikipedia.org/wiki/Nürnberger_Reichswald, gesehen am 24.05.2014). - Von ihren Zeidelgütern hatten sie an den Lehensherrn Honig oder später Honiggeld abzuliefern (Mitteilungen aus der Staatsforstverwaltung Bayerns, 1964).
  • Honigpfennig m. Abgabe, die für das Zeidelrecht geleistet werden muss Die in Geld umgewandelten Zehntleistungen behielten noch lange ihre ursprünglichen Namen: Küchensteuer, Faßpfennige, Herbergsgelder, Honigpfennig (Bastian, Geld (regiert) ruiniert die Welt, 2009). - Nur an den Namen der Geldzinse haftete noch lange ihr Ursprung aus Naturallieferungen: es wurden Küchensteuer, Faßpfennige, Herbergsgelder (statt der Beherbergung der umherreisenden Herren und ihrer Beamten), Honigpfennige usw. erhoben (Simmel, Philosophie des Geldes, 1900).
  • Honigzehnt m. Zehntabgabe, die für das Zeidelrecht zu entrichten ist Kaiser Otto I. schenkte damals den Honigzehnt der "urbs" (lat.: Stadt) Buckau dem Moritzkloster in Magdeburg (https://de.wikipedia.org/wiki/Buckautal, gesehen am 24.05.2014). - Ein weltlicher Zehnt war dagegen wiederum der Honigzehnt, der ihm noch im gleichen Jahre in verschiedenen ostelbischen Landschaften zufiel (Mitteldeutsche Forschungen 27, 1962).
  • Honigzins m. Zinsabgabe, die für das Zeidelrecht zu entrichten ist Eine Besonderheit war der zu leistende "Honigzins", welcher jährlich 31 Eimer betrug und durch die Waldbienenzucht erwirtschaftet wurde (https://de.wikipedia.org/wiki/Prischwitz, gesehen am 24.05.2014). - Andre Namen sind von der Natur des belasteten Grundstückes, von dem Gegenstand der Leistung (Geldzins als Zinsgroschen, Pfennigzins oder Naturalzins als Tier- oder lebender Zins und Fruchtzins), von dem Fälligkeitstermin oder auch von dem ursprünglichen Verpflichtungsgrund hergenommen, z. B. Herdgelder, Rauchhühner, Zinskorn, Honigzins, Pfingstlämmer, Brauthühner, Fastnachtshühner, Martinsgänse, Vogtshühner etc. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Grundzinsen).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Substanzbezeichnung als Hinterglied

  • Honigstein m. Mellit, ein honiggelbes Mineral Mellit, auch als Honigstein bekannt, ist ein selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der "organischen Verbindungen" (https://de.wikipedia.org/wiki/Mellit, gesehen am 24.05.2014). - Honigstein, Mellit, honiggelbes, fettglänzendes, tetragonales Mineral, in thüring. und böhm. Braunkohlenlagern, dient zur Darstellung der Honigstein- oder Mellitsäure (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Hinterglied

  • Honigdicke f. Konsistenz des Honigs Es wurden zahlreiche Wörter der Alltagssprache aus den jeweiligen Kontaktsprachen entlehnt, so zum Beispiel das ungarische néni (deutsch Tante), Paradeis oder Paprikasch aus dem Serbischen, Sarma oder Pekmes (bis zur Honigdicke eingekochter Saft der Weintraube) aus dem Türkischen (https://de.wikipedia.org/wiki/Donauschwaben, gesehen am 24.05.2014). - Extrakt (lat. extractum), Auszug (aus Büchern, Rechnungen); in der Pharmazie ein Präparat, das man durch Ausziehen (Extraktion) von Pflanzensubstanzen mit verschiedenen Flüssigkeiten (meist Wasser oder Weingeist) und Eindampfen des erhaltenen Auszugs bis zur Honigdicke erhält (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Extrakt).
  • Honigduft m. Duft nach Honig Die zwittrigen Blüten haben einen schwachen Honigduft (https://de.wikipedia.org/wiki/Ägyptischer_Klee, gesehen am 24.05.2014). - Bernau, wo ich am 2. Oktober 1839 zur Welt gekommen bin, ist um den Johannestag herum ein von Blumen- und Honigduft erfülltes hochgelegenes Wiesental (H. Thoma, Im Winter des Lebens, 1919).
  • Honigfarbe f. goldgelbe Farbe wie die des Honigs Die Teppiche schienen nachgedunkelt, wie auch die Tapeten, das Parkett hatte eine dunkelgoldene Honigfarbe angenommen (Bieber, Was bleibt, ist das Verbrechen, 2014). - Je wärmer die Lagerung, desto dunkler wurde nach und nach die Honigfarbe (Die Bienenzucht 12, 1959).
  • Honiggeschmack m. Geschmack von Honig Beim Essen sollte man kleine Stückchen des Tirggels langsam im Mund zergehen lassen, um den Honiggeschmack zur Geltung zu bringen (https://de.wikipedia.org/wiki/Tirggel, gesehen am 24.05.2014). - Was haben Kleehonig und Tannenhonig eigentlich gemeinsam? Auch die Vorliebe für diesen oder jenen Honiggeschmack wechselt in Deutschland örtlich sehr stark (Südwestdeutscher Imker 13, 1961).
  • Honigkonsistenz f. Konsistenz von Honig Daher rechnet man, wider besseres Wissen, lieber mit der Honigkonsistenz (Die Zeit, 27.03.2003). - Malzextrakt (Extractum Malti), zur starken Honigkonsistenz eingedampfter wässeriger Auszug von Malz (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Malzextrakt).
  • Honigmaß n. Maßeinheit für Honig Die Stürnitze war eine Volumeneinheit und sächsisches Honigmaß (https://de.wikipedia.org/wiki/Stürnitze, gesehen am 24.05.2014). - Später ist der Sextar das übliche Honigmaß (Archiv für Bienenkunde 21, 1940).
  • Honigsüße f. Süße wie die des Honigs Der Geschmack hält, was die Nase verspricht - vollmundig mit Honigsüße und mit leichten Gewürznoten sowie einer Anspielung an die Fruchtigkeit von Sherry (Berliner Zeitung, 30.10.2004). - Wer kennt nicht die Lindenblüte mit ihrer duftigen Honigsüße, die erfrischende Pfefferminze, die Hagebutte mit ihrem milden Fruchtfleisch, den würzigen Fenchel (Heumann-Heilmittel, 1936).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", adjektivisches Determinativkompositum mit adjektivischem Hinterglied

  • honigähnlich dem Honig ähnlich, an Honig erinnernd In Vakuumtrocknern wird die dünnflüssige Gelatinelösung zu einer honigähnlichen Konsistenz eingedickt (https://de.wikipedia.org/wiki/Gelatine, gesehen am 24.05.2014). - Manna-S. (C. manniparus Ehrbg.), am Sinai auf Tamarix lebend und deren honigähnlichen Saft (Manna) zum Ausfließen bringend (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Schildläuse).
  • honigarm arm an Honig, wenig Honig enthaltend Solche Hungerschwärme verhindere man durch Füttern oder Vereinigen der schwachen, honigarmen Schwärme (Schlipf, Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, 1918).
  • honigblond blond mit dem Farbton des Honigs Verbreitet ist die Kombination von honigblonden bis caramellfarben Tönen mit dunkelblonden bis brünetten Tönen (https://de.wikipedia.org/wiki/Ombré_Hair, gesehen am 24.05.2014). - Die Jungen in lavendelblauen oder honigblonden Hosen mit Rollkragenpullovern, genauso bedruckt wie das Kleid der Partnerin, tanzten und sangen Beat zu früher Stunde (Die Zeit, 04.08.1967).
  • honigbraun braun mit dem Farbton des Honigs Die Hüften (Coxae) der vorderen und mittleren Beine sind weißlich, Schenkelring (Trochanter) und Trochantellus verdunkeln sich zur Spitze hin von hellgelb bis honigbraun (https://de.wikipedia.org/wiki/Aleiodes_shakirae, gesehen am 24.05.2014). - Und Tip ergänzt: "Ich will die Flechten noch erwähnen: / Fast honigbraun umgaukeln sie den blassen Nacken, / Mit Schildpattkämmen müssen Mohrinnen sie strähnen, / Und alles Haargeschmeide rahmen Bernsteinzacken." (Däubler, Das Nordlicht, 1910).
  • honigdick dick wie Honig, die Konsistenz von Honig habend Die Terpentine sind honigdicke, sehr zähflüssige, je nach der Herkunft klare oder trübe, aromatisch riechende und schmeckende Massen (https://de.wikipedia.org/wiki/Terpentin, gesehen am 24.05.2014). - Gemeiner T. ist mehr oder weniger klar, gelblichweiß, honigdick, stark klebend (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Terpentin).
  • honigfarben die Farbe des Honigs habend Die Färbung ist honigfarben bis schokoladenbraun, an nassen Standorten mitunter auch schwarz, und ohne Flecken (https://de.wikipedia.org/wiki/Hammerschnegel, gesehen am 24.05.2014). - Eben stand man noch im scharfen südlichen Sonnenlicht von Rio, jetzt ist es nur ein honigfarbener Schimmer, der einen umhüllt, ein sonderbar weiches, gedämpftes Licht wie das eines nebligen Sonnenuntergangs (St. Zweig, Brasilien: Ein Land der Zukunft, 1941).
  • honigfarbig die Farbe des Honigs habend Nach der Küche gab es einen weiteren Bereich mit Doppelbetten, einem Schrank und einer Kommode und einen Spiegel, und dann kam der gemütliche Teil, zwei Sessel mit honigfarbigem Samtbezug, ein Schaukelstuhl, ein Kinderstuhl, ein Kinderbettchen aus weißgestrichenem Holz und eine Fußbank, auch mit Samt bezogenem Polster (http://hilewanvergangenheit.wordpress.com/ 03.12.2013). - Honigfarbige oder schwefelgelbe stinkende Scutula (Grahneis/Horn, Taschenbuch der Hygiene, 1967).
  • honiggelb gelb wie Honig Die Harzfarbe des Weihrauchs ist tief honiggelb (https://de.wikipedia.org/wiki/Boswellia_sacra, gesehen am 24.05.2014). - er sah graublaue und rostbraune und honiggelbe Palmenhaufen, die er noch nicht kannte (Dauthendey, Lingam, 1909).
  • honiggleich dem Honig gleichend Während im Glaszylinder honiggleich das Rosenöl aufsteigt, Millimeter um Millimeter (Die Zeit, 14.09.2006). - Gewaltige Strassen stemmen die Aeste nach allen Richtungen, sie leuchten in einem milden, gelben Lichte, honiggleich (Berliner Tageblatt, 01.03.1932).
  • honigleer keinen Honig enthaltend Unbebrütete, honigleere Waben liefern das hellgelbe Jungfernwachs, geschmolzen das beste Material für die Wachsfarbentechniken (Olbrich, Lexikon der Kunst, 1987). - Das Bienenwachs, die Substanz der Wandungen der Bienenzellen, ein Produkt der Umwandlung zuckerhaltiger Nahrung durch den Verdauungsprozeß der Bienen, wird durch Schmelzen der honigleeren Waben gewonnen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Wachs).
  • honigsüß (1) süß wie Honig schmeckendDas Fruchtfleisch ist fest, gelborange und honigsüß mit sehr feinem, wohlschmeckendem Aroma (https://de.wikipedia.org/wiki/Aprimira, gesehen am 24.05.2014). - S. Magloire pflückte ihn, da ihn heißer Durst quälte, und siehe! – anstatt bitter zu sein, lieferte ihm der Apfel einen honigsüßen Saft (Dähnhardt, Natursagen, 1907-12).
  • honigvoll (1) mit Honig gefüllt Morgens brauchte ich dann nur noch die bienenleeren, aber honigvollen Kästen zu holen (Peters, Schweden - verwunschene Wälder, verzauberte Seen, 2017). - So wird erreicht, daß die Honigernte schneller geht und zugleich weniger schwere Gewichte, wie honigvolle Aufsätze oder dgl., gehoben werden müssen (Allgemeine deutsche Imkerzeitung 9, 1975).
  • honigweich weich wie Honig, geschmeidig, nachgiebig Nur die Finger können spüren, ob das Fokussieren des Objektives honigweich läuft, ohne Kratzen (Der Tagesspiegel, 30.05.2005). - Sie erinnern mich an Skilangläufer, die vor jedem Rennen sich in ihre Alchimistenküche einsperren und mit honigweichem Klister, Skare und Bügelapparat einen „Wunderski“ zusammenwachseln wollen (Die Zeit, 05.09.1969).

Bedeutung "von Bienen erzeugtes zuckerhaltiges Lebensmittel", adjektivisches Determinativkompositum mit partizipialem Hinterglied

  • honigbeschmiert mit Honig beschmiert Am Abend kam der Bauer wieder, der nackte, honigbeschmierte Mann hing völlig fertig in den Seilen (Spaßvogel, 3333 Witze - Das große Witzebuch zum Lachen, 2016). - Zerbrochene Honigrähmchen, honigbeschmierte Messer und Abdeckungsgabeln, Wabenzange, Honigsieb usw. werden rasch und gefahrlos hier abgeleckt (Praktischer Wegweiser für Bienenzüchter 29, 1923).
  • honigduftend nach Honig duftend Ein neues will gerade beginnen, und jetzt sitzen wir da mit den letzten honigduftenden Kerzen und betrachten all die guten Wünsche, die uns erreicht haben (Die Zeit, 05.01.1996). - Und statt der Tausende von Blüten von ehedem am Flieder und am Goldregen und am Rotdorn und an all den Büschen ringsum blieben nur die ungezählten gelben, honigduftenden Tropfen an den vier breiten Ketten der Linden wegauf und wegab (Borchardt, Jettchen Gebert, 1906).
  • honigdurchtränkt mit Honig getränkt Irgend jemand hat Geburtstag und schwupp, steht vor jedem Gast ein Stück der riesigen, honigdurchtränkten Torte (Der Tagesspiegel, 02.02.1997). - Das in einem Schlupfwinkel überwinternde Weibchen baut im Frühjahr in einem Maus- oder Maulwurfsloch etc. aus Moos, Gras, Laub, Tierhaaren od. dgl. ein Nest mit nur einem Flugloch, macht eine Wachszelle, füllt diese mit honigdurchtränktem Pollen und legt ein paar Eier hinein (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Hummel [1]).
  • honigessend Honig essend lmmer schleichend und uns vorwärtsschiebend wären wir beinahe mitten in eine honigessende Guayakl-Familie hineingeraten (Münzel, Gejagte Jäger, 1983). - Die Folge des Deklarationszwanges würde sein, daß das honigessende Publikum recht bald dahinter kommen würde, daß aus den schönen Auslandsblüten die Bienen auch guten Honig tragen können (Die Deutsche Bienenzucht in Theorie und Praxis 39, 1931).
  • honiggefüllt (1) mit Honig gefüllt Die Aktivität der Bienen steigert sich aber deutlich, sie suchen die honiggefüllten Zellen auf, kriechen in sie hinein und füllen ihre Honigmägen (https://de.wikipedia.org/wiki/Imker, gesehen am 24.05.2014). - Schließlich griff der Beobachter ein und lenkte die Aufmerksamkeit einer Biene auf eine der gelben honiggefüllten Nachahmungen (Kosmos 15, 1918).
  • honigleckend (1) Honig aufleckend Der honigleckende Bär dagegen ist im Verhältnis zum gejagten Hasen auffallend klein (Der sogenannte "Holbein-Tisch", 1990).
  • honigmachend Honig erzeugend Wir sehen daraus, daß die Biene nicht die Honigsammelnde, sondern Honigmachende ist (Bienenwelt 32, 1990). - Der Schmetterling eignet sich zu diesem Austausch des Befruchtungsstaubes besser als andere honigmachende Insekten (Lüttge, Der stilistische Anschauungsunterricht, 1907).
  • honigraubend (1) Honig raubend Dazu gehört das Schwärmen und "Ausbüxen" Ihrer Kolonie, der Verlust Ihrer Königin, das Sterben eines Volkes aufgrund schlechter Luftzirkulation in der Beute, honigraubende Bienen aus anderen Völkern und Pestizide (Blackiston, Imkern für Dummies, 2016).
  • honigsammelnd (1) Honig sammelnd Honigsammelnde Borana benötigen ohne Unterstützung durch den Großen Honiganzeiger durchschnittlich neun Stunden um ein Bienennest zu finden (https://de.wikipedia.org/wiki/Honiganzeiger, gesehen am 24.05.2014).
  • honigspendend (1) Honig hervorbringend Sie vergleichen ihr Tun mit dem der honigspendenden Bienen, die sammelnd umherfliegen (https://de.wikipedia.org/wiki/Ion_(Platon), gesehen am 24.05.2014).
  • honigsuchend (1) nach Honig suchend Punkte leuchten ab und zu auf: Feuer von honigsuchenden Eingeborenen oder das letzte Verglimmen eines Steppenbrands in morschen Baumstämmen (Scherbening, Safari, 1926).
  • honigtriefend (1) von Honig triefend Heutzutage würde sich sicher keine junge Europäerin, die in den Orient geheiratet hat, schon Probleme schaffen, wenn die Schwiegerfamilie ihr honigtriefendes Gebäck anbietet (Der Tagesspiegel, 16.06.2000). - Wir aßen Fisch in Sahnetunke, Huhn mit Curry und honigtriefende kleine Kuchen (Die Zeit, 23.05.1969).

Bedeutung "Pflanzennektar", substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenbezeichnung als Hinterglied

  • Honigpflanze f. nektarabsondernde, bienenanlockende Pflanze Die Pflanze ist daher bei Imkern als Honigpflanze beliebt (https://de.wikipedia.org/wiki/Chinesischer_Talgbaum, gesehen am 24.05.2014). - Honigpflanzen, alle mit Nektarien (Honigdrüsen) ausgestatteten Blütenpflanzen; auch die Pflanzen, denen die Bienen hauptsächlich Nektar entnehmen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v.).

Bedeutung "Pflanzennektar", substantivisches Determinativkompositum mit Pflanzenteilbezeichnung als Hinterglied

  • Honigbehälter m. Nektarium, Saftdrüse von Blütenpflanzen Bei den Marcgraviazeen (s.d.) wandeln sich die meist lebhaft gefärbten Brakteen oft noch außerdem in Honigbehälter um (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909, s.v. Schaugebilde).
  • Honigblatt n. (1) Pflanzenblatt, das zur Nektarproduktion dient Nektar- oder Honigblätter sind Staub- oder Kronblätter, die zur Produktion von Nektar umgebildet wurden und dienen zum Anlocken von Insekten (https://de.wikipedia.org/wiki/Staubblatt, gesehen am 24.05.2014). - Aquilegia L. (Aquileja, Akelei, Aglei), Gattung der Ranunkulazeen, Stauden in Europa, Nordasien und Nordamerika, mit großen, doppelt dreiteiligen Blättern, einzeln oder in armblütigen Trauben stehenden, langgestielten Blüten, mit fünf gefärbten Blättern und fünf gespornten Honigblättern und aufrechten, vielsamigen Kapseln mit glänzenden, seinen Samen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Aquilegia).
  • Honigdrüse f. Nektarium, Saftdrüse von Blütenpflanzen Der Nektar wird von Pflanzen als Drüsensekret aus den Nektarien (Honigdrüsen) ausgeschieden, um Tiere anzulocken (https://de.wikipedia.org/wiki/Nektar_(Botanik), gesehen am 24.05.2014). - Nektarien, Honigdrüsen, auf dem Grunde der Blüten oder auch außerhalb derselben befindliche Drüsen, welche zuckerhaltigen Saft abscheiden zur Anlockung von Insekten (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Nektarien).
  • Honiggefäß n. (2) Nektarium, Saftdrüse von Blütenpflanzen Der zur Ansammlung des Nektars bestimmte Blütenteil (Safthalter, Honiggefäß) erzeugt in vielen Fällen zugleich den eigentlichen Nektar (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Nektarien).
  • Honiggrube f. nektarhaltige Vertiefung auf Blütenblättern Es ist ein grüner Rückenstreifen auf den Perigonblättern vorhanden, der selten auch weißlich oder rosa ist. An ihrem Grund befindet sich eine Honiggrube (https://de.wikipedia.org/wiki/Gelbsterne, gesehen am 24.05.2014). - Fovea (lat.), Grube; F. axillaris, Achselgrube; in der botanischen Terminologie: F. nectarifera, Honiggrube, wie z. B. auf den Blumenblättern von Ranunculus und Fritillaria (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Fovea).
  • Honiglippe f. (1) nektartragende Blütenlippe Cymbidium Sw. (Kahnlippe), Gattung der Orchideen, auf Bäumen wachsende Pflanzen mit riemenförmigen Blättern, hängenden oder aufrechten, arm- oder vielblumigen Blütentrauben und kahnförmiger Honiglippe (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Cymbidium).
  • Honigröhre f. nektarproduzierende Pflanzenröhre Unter den Schwertlilien ist vor allem Iris graminea wegen ihrer kurzen Honigröhre von den Bienen ausnutzbar (Zander, Beiträge zur Herkunftsbestimmung bei Honig, 1935).
  • Honigsaft m. (2) Pflanzennektar Es kommt mir vor, als hätte ich die größte Süßigkeit aus dieser Leere, dieser Abwesenheit von allem gezogen, wie die Hummel auf dem dürren und öden Feld die kleinen, kriechenden Blüten findet und sich an ihrem Honigsaft ernährt (Rosei, Album von der traurigen und glücksstrahlenden Reise, 2002). - Honigsaft, in der Botanik soviel wie Nektar (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v.).
  • Honigstoff m. zur Honigproduktion nötiger Stoff, Nektar zur Strafe für deine unfromme Gesinnung entziehe ich dir die Blume, welche den meisten Honigstoff in sich birgt, den roten Klee (Dähnhardt, Natursagen, 1907-12).
  • Honigwerkzeug n. Nektarium, Saftdrüse von Blütenpflanzen Nektarien (Honigwerkzeuge, Saft-, Honigdrüsen), diejenigen Stellen einer Blütenpflanze, an denen normalerweise eine zuckerhaltige Flüssigkeit (Nektar) ausgesondert wird (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Nektarien).

Bedeutung "Pflanzennektar", substantivisches Determinativkompositum mit Nomen agentis als Hinterglied

  • Honigfresser m. Meliphagidae, eine SperlingsvogelfamilieDie Honigfresser (Meliphagidae) bilden eine artenreiche Familie in der Ordnung der Sperlingsvögel (Passeriformes) (https://de.wikipedia.org/wiki/Honigfresser, gesehen am 24.05.2014). - Honigfresser (Pinselzüngler, Meliphagidae G. ay), Familie der Sperlingsvögel, mittelgroße und kleine Vögel mit mehr oder weniger verlängertem, gekrümmtem Schnabel, mittellangen Flügeln, langem, breitem Schwanz und kurzen, starken Läufen. Die Zunge ist vorstreckbar und an der Spitze pinselartig (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v.).
  • Honigsauger m. Nektarvogel, KolibriDie Nektarvögel (Nectariniidae), auch Honigsauger genannt, sind eine artenreiche Familie in der Ordnung der Sperlingsvögel (Passeriformes) (https://de.wikipedia.org/wiki/Nektarvögel, gesehen am 24.05.2014). - Honigsauger (Meliphagidae), artenreiche Familie der Sperlingsvögel, auf die austral. Region beschränkte Vögel mit gebogenem, vorn zugespitztem Schnabel und pinselförmiger Zungenspitze, vertreten die neuweltlichen Kolibris (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Bedeutung "Pflanzennektar", substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Hinterglied

  • Honigvogel m. nektarsaugender, kolibriartiger Vogel In den Vorgärten tummeln sich kolibriähnliche Honigvögel (Die Zeit, 08.05.1992). - Honigvögel, mehrere Familien kleiner, zarter, auf Blumenbesuch angewiesener, aber nicht näher miteinander verwandter Vögel in den trop. Gegenden Asiens und Afrikas, die Honigsauger, Zuckervögel, Blumenpicker etc. (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v.).

Bedeutung "Pflanzennektar", substantivisches Determinativkompositum mit Nomen actionis/rei actae als Hinterglied

  • Honigabsonderung f. das Austreten von NektarBei den Marcgraviazeen Brasiliens ist die Honigabsonderung auf Organe außerhalb der Blüte (extraflorale N.), nämlich die Deckblätter, übertragen, auf denen aus zwei Poren sehr reichlich Honig ausgesondert wird (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Nektarien).
  • Honigausbeutung f. Ausbeutung von Nektar Blumen, die der Honigausbeutung durch Abend- und Nachtinsekten angepaßt sind, beginnen erst des Abends zu duften (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Duftstoffe).
  • Honigausscheidung f. das Austreten von Nektar Anders ist es bei den Honigausscheidungen an den Blüten. Sie dienen dem Anlocken von kleinen Vögeln (Kolibris) und Insekten zwecks Befruchtung (Bomba, Orchideen: Herkunft und Pflege, 2012). - Zu den äußern Ausscheidungen gehören z. B. die Wachsbildungen auf manchen Blättern und Früchten, die aus Harz, Balsamen u. dgl. bestehenden kleberigen Überzüge an der Oberfläche von Knospen etc., die Honigausscheidungen in Blüten und auf zahlreichen Blatt- oder Stengelteilen (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1906, s.v. Exkrete).
  • Honigtracht f. von den Bienen eingetragene Nahrung Eine langfristigere gute Honigtracht fiel zusammen mit dem Stand Merkurs vor den Sternbildern Widder und Löwe (Bienenwelt, 1982). - Bei reicher Honigtracht wird ein Aufsatzkasten aufgesetzt, der mit Rähmchen ausgestattet ist (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Bienenzucht).

Bedeutung "Pflanzennektar", substantivisches Determinativkompositum mit substantiviertem Infinitiv als Hinterglied

  • Honigsaugen n. das Aufsaugen von Pflanzennektar Honigsaugen und Flattern und Flattern und Honigsaugen, das ist euer Sinn (Stutz, Von Lügen der Geschichte und Wahrheiten des Lebens, 2017). - Wenn wir eine Raupe beobachten, welche, am Hinterteil verwundet, sich von rückwärts aufzufressen beginnt, wenn eine Wespe sich durch Abschneiden des Abdomens nicht im Honigsaugen stören läßt, wenn ein Regenwurm, mitten entzwei geschnitten, nach Verbindung beider Teile durch einen Faden fast wie ein unverletzter weiterkriecht, so müssen wir annehmen, daß bei diesen Tieren nicht unmittelbar sich berührende Teile in keiner so innigen Wechselbeziehung stehen wie beim Menschen (Mach, Erkenntnis und Irrtum, 1905).
  • Honigtragen n. das Eintragen von Nektar Drei Methoden: Schwärmmethode, in vielen kleinen Stöcken, Zeidelmethode, in wenigen, aber geräumigen, und die gemischte Methode, mit besondern Völkern fürs Schwärmen und fürs Honigtragen (Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, 1911, s.v. Bienenzucht).

Bedeutung "Pflanzennektar", adjektivisches Determinativkompositum mit adjektivischem Hinterglied

  • honigreich viel Nektar enthaltend Die Insekten laben sich an den honigreichen Blüten des Honig-, Hummel- und Immenklees (Puhle/Trott-Schepe/Möller, Heilpflanzen für die Gesundheit, 2015). - Die Bienen wollten auch am Sonntag nicht ruhen. Da verbot ihnen Gott, vom roten Klee, der honigreichsten Pflanze, zu sammeln (Dähnhardt, Natursagen, 1907-12).
  • honigträchtig Nektar enthaltend Die "Sprache" der Bienen beispielsweise, die mit ihrem Schwänzeltanz den übrigen Stockbewohnerinnen den Standort honigträchtiger Blüten mitteilen, hat weder etwas mit dem Sprachvermögen der Schimpansen noch mit dem des Menschen zu tun (Barkhaus, Identität, Leiblichkeit, Normativität, 1996). - Die weite Verbreitung der Caragana arborescens beruht darauf, daß die Pflanze außerordentlich genügsam an den Standort ist, Trockenheit und strenge Kälte schadlos übersteht, als Leguminose honigträchtig ist und auf einfache Weise durch Aussaat vermehrt werden kann (Mitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft 55, 1942).
  • honigvoll (2) mit Nektar gefüllt Dann war es nicht gut, in diesem Hause zu wohnen; denn der honigvolle, schwere Blütenatem kam wie eine unwiderstehliche Berauschung durch die Fenster (Schnack, Begegnungen am Abend, 1942).

Bedeutung "Pflanzennektar", adjektivisches Determinativkompositum mit partizipialem Hinterglied

  • honigabsondernd Nektar absondernd Bisweilen bildet der F. in schmalen Spalten zwischen seinen Scheidewänden honigabsondernde, nach außen geöffnete Drüsen (Septaldrüsen) aus, oder er sondert an seiner freien Oberfläche Nektar ab und lockt dadurch tierische Blütenbestäuber an (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1907, s.v. Fruchtknoten).
  • honigbeladen mit Nektar beladen Die Bienen sind es nicht. Sie flogen schon heim, honigbeladen (Kraze, Maria am Meer, 1923).
  • honigeintragend Nektar bringend Imker kommen, Imker gehen, honigeintragende Bienen werden ewig bestehen! (Der Österreichische Imker 21, 1971). - Es müssen recht fleißig honigeintragende Völker sein und nur wenig brütende (Bericht der Höheren staatlichen Lehranstalt für Wein-, Obst-, und Gartenbau zu Geisenheim a. Rh., 1908).
  • honigführend Nektar leitend In den Blüten der Balsaminen (Impatiens), z, B. in der als Bienenfutter vielfach angepflanzten Riesenbalsamine, ist nur eines der fünf Kronenblätter mit einem honigführenden Sporne versehen (Münchener Bienen-Zeitung 34, 1912).
  • honiggefüllt (2) mit Nektar gefüllt Die Nektarien sind honiggefüllt und dadurch attraktiv für Bienen und Hummeln, die den Großteil der Bestäuber darstellen (https://de.wikipedia.org/wiki/Krambe, gesehen am 24.05.2014). - allein die lebenden Herzen mochten noch immer empfinden, daß es ihr eigenes Blut war, das diesen taufrischen Narzissen, den honiggefüllten Anemonen und den berauschenden Rosen Leben einflößte (Móra, Der einsame Kaiser, 1942).
  • honigleckend (2) Nektar aufleckend Auch gegen den Besuch der honigleckenden und der normalen Bestäubung hinderlichen Ameisen treten in den Blüten, besonders im Umkreis der N., mannigfache Schutzeinrichtungen, wie Ringe oder Büschel von Haaren, Fransen, kleinen Stacheln u.a., auf (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Nectarien).
  • honigraubend (2) Nektar raubend Bisweilen sind oberhalb der honighaltenden Stelle dichte Haarbüschel oder auch taschenförmige Ausstülpungen der Blumenkrone, z. B. bei vielen Asperifolien die sogen. Schlundklappen, ausgebildet, die das Einfließen der Regentropfen in die Blumenröhre und zugleich den Zutritt von honigraubenden Insekten verhindern (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Nektarien).
  • honigsammelnd (2) Nektar sammelnd Natürlich bist du verwirrt und fragst, ob sie damit etwa das Fleisch der kleinen, honigsammelnden Insekten meinen (Quinn, Ismael, 2014). - Die Künstler und Gelehrten ernährte und kleidete das Gemeinwesen, und sie wurden wie die honigsammelnden Bienen gehalten (Andres, Wir sind Utopia, 1943).
  • honigsaugend Nektar saugend Andere, offen wie ein Auge nach langem Schlaf, wurden zur Zuflucht für Bienenschwärme und Honig saugende Falter (Hellinger, Erfülltes Dasein, 2006). - Von Tieren treten in ganz überraschender Wirksamkeit Insekten, in sehr untergeordneter Weise bei einigen aasduftenden Arazeen auch Schnecken und in den Tropen honigsaugende Vögel als Vermittler der B. auf (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1905, s.v. Blütenbestäubung).
  • honigspendend (2) Nektar hervorbringend da hätte ihm doch das fehlende Summen der vielen Bienen und anderen Insekten auffallen müssen, die alle zu den Pollen und Honig spendenden Blüten kamen, um so die Blüten zu befruchten (Müller, Ev, 2014). - Auf Anregung der im Jahre 1903 in Wien versammelten Vertreter sämtlicher bienenwirtschaftlichen Landesvereine Österreichs hat das Eisenbahnministerium den Staatsbahndirektionen und Privatbahnverwaltungen auf das dringendste empfohlen, zur Bepflanzung von Damm- und Einschnittsböschungen vorzugsweise honigspendende Pflanzengattungen zu verwenden (Röll, Enzyklopädie des Eisenbahnwesens, 1912, s.v. Bienenzucht).
  • honigsuchend (2) nach Nektar suchend Wenn der Wind hineinfuhr, wiegten und schwangen sich die Kerzen, tanzten nach der Summmelodie von Hunderttausenden honigsuchenden Insekten (Wolff, Biberspur, 2012). - Sie dienen dazu, die honigsuchenden Insekten herbeizulocken, deren Besuch für die Befruchtung der Blüten notwendig ist (Semon, Im australischen Busch und an den Küsten des Korallenmeeres, 1903).
  • honigtragend Nektar enthaltend Honig wäre auch ein guter Verkaufsartikel, nämlich wenn Ihr auf den Feldern honigtragende Pflanzen hättet (Wilkes, "Das Schlimmste aber war der Judenstern": Das Schicksal meiner Familie, 2014). - Besonders merkwürdig ist die Entwickelung dieser Fähigkeit bei niedern Tieren, wie den Insekten, die in geraden Linien zu ihrem Neste zurückfliegen, so daß man in Amerika für den direkten Weg, die sogen. Luftlinie, den Ausdruck Bienenlinie gebraucht, weil die Indianer honigtragende Bienen fangen und fliegen lassen, um von ihnen nach ihrem Neste geführt zu werden (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1908, s.v. Orientierungssinn).
  • honigtrunken trunken von Nektar Sicher ist es nicht leicht, einzusehen, dass der Angebetete wie eine honigtrunkene Hummel von Blüte zu Blüte getaumelt ist, dachte der Kommissar (Strauss, Koks und Kosakenkaffee, 2015). - Schon trank mit ihren durstigen Strahlenzungen / die Sonnenglut der Täler Nebelseen / und warf sich leuchtend dann und honigtrunken / von dieser Blume, die – wer weiß für wen? – / im Äther blüht, in kobaltblaue Höhn (Sack, Prometheus, 1913).