Grammatik-Angaben

Nom. Sg. Kartoffel f.
Gen. Sg. Kartoffel
Nom. Pl. Kartoffeln; auch: Kartoffel
Die Kartoffel, Solanum tuberosum, stammt ursprünglich aus Südamerika und wurde im ausgehenden 16.Jh. im deutschsprachigen Raum bekannt. Neben zahlreichen Regionalbezeichnungen (Kartoffel: Wortfeld • Gegenwartsdeutsch • Synonyme), die dialektal auch heute noch verwendet werden, setzte sich Kartoffel als Standardform seit dem 18.Jh. immer mehr durch. Das Wort bezeichnet, wie häufig bei Nahrungspflanzen, sowohl die ganze Pflanze als auch den essbaren Teil.
Kartoffeln sind sowohl als Nahrungs- und Futterpflanze als auch für industrielle Zwecke, vor allem die Stärkegewinnung, von großer Bedeutung. Die stärkereiche, in rohem Zustand wegen des hohen Solaningehalts giftige Knolle taugt allerdings nicht für eine einseitige Ernährung, da sie dafür zu wenig Vitamine und Mineralien enthält. Ein Problem des Kartoffelanbaus war auch immer die Anfälligkeit der Pflanze für Schädlinge, die als "Kartoffelpest" ganze Ernten vernichten können.
Die charakteristische unregelmäßige Kartoffelknolle dient vielfach als Metapher für klumpige, unförmige Dinge (Kartoffel: Wortfeld • Gegenwartsdeutsch • Eigentliche Bedeutung, Übertragungen, Pars pro toto).