Grammatik-Angaben

Nom. Sg. Rumpf m., (älter) Rumpff
Gen. Sg. Rumpf(e)s
Nom. Pl. Rümpfe

Im älteren Neuhochdeutschen bezeichnet Rumpf m. in erster Linie den Körper eines Lebewesens ohne Extremitäten und ohne Kopf. Des weiteren dient das Wort als Bezeichnung für den Hauptteil von Fahrzeugen ohne Aufbauten, vor allem den Corpus von Schiffen ohne Takelage, und für Behälter ohne Zubehör.

Übertragen kann man Rumpf für Objekte verwenden, denen etwas Substanzielles fehlt, z.B. für einen Baumstumpf ohne Krone, in einem weiteren Abstrahierungsschritt weist Rumpf vor allem bei den Hyponymen und Komposita auch bei Abstrakta wie den Institutionenbezeichnungen die Bedeutung „unvollständiger Rest“ auf.

Die bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts nachweisbare Wendung mit Rumpf und Stumpf „vollständig, ganz und gar“ bewahrt das von Rumpf eigentlich abgelöste Wort Stumpf „Rumpf, Stummel“ im Phraseologismus.