Grammatik-Angaben

Nom. Sg. Rumpf m., (älter) Rumpff
Gen. Sg. Rumpf(e)s
Nom. Pl. Rümpfe

Bedeutung "Körperrumpf ohne Extremitäten", substantivisches Determinativkompositum mit Dimensionsbezeichnung als Hinterglied

  • Rumpffläche f. (1) Fläche eines Körperrumpfes Diese Bewegung, bei welcher sich der untere Schulterblattwinkel von der Rippe abhebt, wird durch einen Bandstreifen gehemmt, der auf der hintern Rumpffläche von innen nach aussen, von den Rippen zum Schulterblatt läuft (Ludwig, Lehrbuch der Physiologie des Menschen, 1852).
  • Rumpflänge f. (1) Länge eines Körperrumpfes der Darmschlauch erreicht das Zehn- bis Zwölffache der Rumpflänge (Brehm, Thierleben, 1883-87).
  • Rumpfmasse f. (1) Masse eines Körperrumpfes Schmidt (1924) hat neuerdings ebenfalls darauf hingewiesen, daß die Bevorzugung einer größeren Rumpfmasse bei der Zuchtwahl zur Vergröberung der Wolle führe (Zeitschrift für Vererbungslehre 41-42, 1826).

Bedeutung "Körperrumpf ohne Extremitäten", substantivisches Determinativkompositum mit Krankheitsbezeichnung als Hinterglied

  • Rumpfstarre f. abnorme Starrheit eines Körperrumpfes Zeichen von vorwärts und rückwärts biegender Rumpfstarre, Emprosthotonus und Opisthotonus (Hahnemann, Reine Arzneimittellehre, 1811-21).
  • Rumpfweh n. Schmerzen in einem Körperrumpf Stechen im Rücken; Reissen im Rücken; Rumpfweh wie gerädert; Stechen in der Lende über dem Becken, beim Sitzen und Liegen (Hahnemann, Die chronischen Krankheiten, 1828-30).

Bedeutung "Körperrumpf ohne Kopf", substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Hinterglied

  • Rumpfkammer f. (1) Leichenhaus So sind Musea und Gallerien auch nur Schädelstätten, Gebeinhäuser und Rumpfkammern; aber was für Schädel pp! (Goethe, Brief an Knebel, 1786).

Bedeutung "Körperrumpf ohne Extremitäten", substantivisches Determinativkompositum mit Nomen actionis als Hinterglied

  • Rumpfbeuge f. Turnübung, bei der der Oberkörper gebeugt wird In Front Abstand nehmen; in der Rumpfbeuge vorwärts, den Säbel vorstrecken (Wilhelmi, Turnen und Militär-Gÿmnastik zu Uebungstafeln bearbeitet für Schulen, Vereine und die Armee, 1861).
  • Rumpfbeugung f. das Beugen des Oberkörpers Dieser Bewegungsname wird in der Heil-Gymnastik wenig gebraucht, und statt dessen wird der Name Rumpfbeugung nach vorn oder andere Ausdrücke angewendet (Neumann, Die Heil-Gymnastik, 1852).
  • Rumpfbewegung f. Bewegung des Oberkörpers Kitzelt man sie aber mit der Pincette, so tritt die Bewegung in der Weise ein, dass sich nicht der Rumpf dem reizenden Objecte zuwälzt, sondern dass die gereizte Seite die Peripherie der rotatorischen Rumpfbewegung ist (Pflüger, Die sensorischen Functionen des Rückenmarks der Wirbelthiere, 1853).
  • Rumpfbildung f. Entwicklung eines Körperrumpfes Große Fruchtbarkeit findet dagegen statt bei mehr gestrecktem Leib mit 12–14 Saugwarzen, schmaler, flacher Rumpfbildung, höheren Beinen, langen Schlappohren (Pierer's Universal-Lexikon, 1862, s.v. Schwein [1]).

Bedeutung "Körperrumpf ohne Extremitäten", substantivisches Determinativkompositum mit Infinitiv als Hinterglied

  • Rumpfbeugen n. Turnübung, bei der der Oberkörper gebeugt wird Das Rumpfbeugen vorwärts werde als Freiübung so aufgenommen, daß auf Eins! der gestreckte Rumpf vorwärts so weit gebeugt wird, daß derselbe mit den gestreckten Beinen einen stumpfen Winkel bildet (Kloss, Anleitung zur Ertheilung des Turnunterrichtes, 1863).
  • Rumpfstrecken n. Turnübung, bei der der Oberkörper gestreckt wird Rumpfstrecken heißt die dem Rumpfbeugen entgegengesetzte Bewegung (Spieß, Die Lehre der Turnkunst, 1840).

Bedeutung "Körperrumpf ohne Extremitäten", partitives substantivisches Determinativkompositum mit Körperteilbezeichnung als Hinterglied

  • Rumpffeder f. Feder am Rumpf eines Vogels
  • Rumpfgefieder n. Gefieder am Rumpf eines Vogels
  • Rumpfhaar n. Haar an einem Körperrumpf
  • Rumpfhaut f. (1) Haut an einem Körperrumpf
  • Rumpfhöhle f. Bauchhöhle
  • Rumpfknochen m. Knochen in einem Körperrumpf
  • Rumpfmuskel m. Muskel an einem Körperrumpf
  • Rumpfskelett n. Knochengerüst in einem Körperrumpf
  • Rumpfwand f. (1) Wand eines Körperrumpfes
  • Rumpfwirbel m. Wirbelknochen in einem Körperrumpf

Bedeutung "Körperrumpf ohne Extremitäten", partitives substantivisches Determinativkompositum mit Körperteilbezeichnung als Hinterglied

  • Rumpffeder f. Feder am Rumpf eines Vogels Die Grundfärbung ist ein angenehmes Blaßgelb, der Schleier weißlichgrau, die Kopf- und Rumpffedern sind mit schwarzen Schaftstrichen gezeichnet, welche bis zur Brust herabreichen (Brehm, Thierleben, 1883-87).
  • Rumpfgefieder n. Gefieder am Rumpf eines Vogels Das Rumpfgefieder ist bronzegrün, das verlängerte des Scheitels bräunlichroth (Brehm, Thierleben, 1883-87).
  • Rumpfhaar n. Haar an einem Körperrumpf Die Färbung ist ein Gemisch von Braun, Schwarz und Weiß; die Haare der Oberlippe sind gelblichbraun, die der Wange und Stirn lederbraun, schwarz und weiß gemischt, die langen Rumpfhaare ganz schwarz oder ganz weiß, oder schwarz an der Wurzel, weiß an der Spitze, die des Unterleibes braun, die des Schwanzes gegen die Spitze hin schmutzig-weiß (Brehm, Thierleben, 1883-87).
  • Rumpfhaut f. (1) Haut an einem Körperrumpf Auch das Sitzen war ihm wegen der bedeutenden Spannung der Rumpfhaut unmöglich (Zeitschrift für Klinische Medizin 6, 1855).
  • Rumpfhöhle f. Bauchhöhle Von den Luftzellen führen mehrere Öffnungen zu anderen Luftzellen od. Säckchen, welche von der gemeinsamen, die Rumpfhöhle auskleidenden Haut gebildet werden (Pierer's Universal-Lexikon, 1860, s.v. Lunge). - Was nun die Art und Weise nach welcher diese Operation auszuführen ist, anbelangt, so geschieht das Eröffnen einer Rumpfhöhle völlig auf dieselbe Weise wie das Eröffnen der Schädelhöhle (Carus, Lehrbuch der Gynäkologie, 1820).
  • Rumpfknochen m. Knochen in einem Körperrumpf Die sämmtlichen Knochen zerfallen in vier Hauptabtheilungen: Schädel- u. Rumpfknochen u. Knochen der Ober- u. der Untergliedmaßen (Pierer's Universal-Lexikon, 1863, s.v. Skelet).
  • Rumpfmuskel m. Muskel an einem Körperrumpf Bei den Fröschen dagegen sinken die Rumpfmuskeln bedeutend zurück (Vogt, Zoologische Briefe, 1851).
  • Rumpfskelett n. Knochengerüst in einem Körperrumpf Man unterscheidet das Kopfskelett, Rumpfskelett und Gliedmaßenskelett (Leisering, Atlas der Anatomie des Pferdes 2, 1899).
  • Rumpfwand f. (1) Wand eines Körperrumpfes Ebenso wenig wagen wir über das Bauchfell zu entscheiden, welches das Darmrohr völlig umschliesst, als Gekröse an die Wirbelsäule anheftet und zuletzt noch die ganze innere Oberfläche der Rumpfwände der Bauchhöhle (nebst der Oberfläche der harn- und keimbereitenden Organe) theilweise bekleidet (Valentin, Handbuch der Entwicklungsgeschichte des Menschen, 1835).
  • Rumpfwirbel m. Wirbelknochen in einem Körperrumpf Die Halswirbel schwanken an Zahl zwischen neun und vierundzwanzig und zeichnen sich aus durch ihre Beweglichkeit, während die sechs bis zehn Rumpfwirbel und die neun bis siebzehn Lenden- oder Kreuzwirbel im Gegentheile sehr unbeweglich sind und oft miteinander verschmelzen (Brehm, Thierleben, 1883-87).

Bedeutung "Körperrumpf ohne Extremitäten", partitives substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Hinterglied

  • Rumpfende n. (1) Endstück eines Körperrumpfes Schultern (humeri), das obere Rumpfende zu beiden Seiten des Halses, gebildet von den Schlüsselbeinen (s. d.), den Schulterblättern und vielen Muskeln (Herders Conversations-Lexikon, 1857, s.v. Schultern).
  • Rumpfhälfte f. (1) Hälfte eines Körperrumpfes Die Oberlippenschilder und die Schilder vor und hinter den Augen sind stets hell, bräunlich oder gelb gefärbt, erstere durch schmale, dunkle Ränder gezeichnet, die Unterseite dagegen einfarbig, entweder bräunlichgelb oder ziegelroth, die Bauchschilder bei einzelnen in der vorderen Rumpfhälfte, an ihrem Hinterrande unterbrochen schwarz gesäumt und außerdem durch graue Nebelflecke gezeichnet (Brehm, Thierleben, 1883-87).
  • Rumpfsegment n. Abschnitt an einem Körperrumpf Man pflegt aber nur die Thiere seg- mentirt zu nennen, bei welchen ausser Kopf und Rumpf noch eine Anzahl homomorpher Abschnitte vorhanden sind, bei welchen also das erste Rumpfsegment noch eine Anzahl neuer knospt (Jenaische Zeitschrift für Naturwissenschaft 18, 1885).
  • Rumpfseite f. (1) Seite eines Körperrumpfes Die Brustflossen, welche fast immer vorhanden und regelmäßig hinter den Kiemen an den Rumpfseiten eingelenkt sind, bestehen ursprünglich aus drei Theilen (Brehm, Thierleben, 1883-87).
  • Rumpfstück n. (1) Teil eines Körperrumpfes Ein Rumpfstück ohne Kopfende kann sich nicht weiter zerstückeln (Brehm, Thierleben, 1883-87).
  • Rumpfteil m. (1) Teil eines Körperrumpfes Wir betrachten eines der Schildräderthiere, den Noteus quadricornis, bei welchem die den Rumpftheil umgebenden Körperbedeckungen die Gestalt eines flachen, schildförmigen Panzers angenommen haben (Brehm, Thierleben, 1883-87).

Bedeutung "Körperrumpf ohne Extremitäten", possessives substantivisches Determinativkompositum mit Körperteilbezeichnung als Hinterglied

  • Rumpfglied n. (1) am Körperrumpf befindliches Glied, Extremität Was nun die relative Lage der einzelnen Extremitätenabtheilungen betrifft, so tritt das Rumpfglied allmählig mehr hervor, sondert sich durch eine immer tiefer gehende Furche von der Leibeswand ab und erscheint so grösser und verhältnissmässig am längsten (Valentin, Handbuch der Entwicklungsgeschichte des Menschen, 1835).

Bedeutung "Körperrumpf ohne Extremitäten", adjektivisches Determinativkompositum

  • rumpfartig in der Art eines Körperrumpfes Dieser B. ist demnach trichter- od. rumpfartig nach oben u. verhindert die Verbreitung des Küchen- u. Kochdunstes in der Wohnung (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. Brodenfang).
  • rumpflang so lang wie ein Körperrumpf Ihn unterscheiden: der kleine, lange Kopf, der längliche Hals, der sehr gestreckte Leib, der mindestens rumpflange Schwanz, die niedrigen, kräftigen, mit verhältnismäßig sehr starken Pranken ausgerüsteten Beine sowie endlich die Fleckenzeichnung von beiden Verwandten (Brehm, Thierleben, 1883-87).
  • rumpflos (1) ohne Körperrumpf rumpflose M-en (M. acorma), bei denen die untere Körperhälfte fehlt u. nur mehr od. weniger Theile der obern Körperhälfte, namentlich der Kopf, vorhanden sind (Pierer's Universal-Lexikon, 1860, s.v. Mißgeburt).

Bedeutung "Fahrzeugrumpf ohne Aufbauten", substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Hinterglied

  • Rumpfform f. Form eines Fahrzeugrumpfes Grösse und Rumpfform des dargestellten Schiffes entsprechen einem mittelgrossen Seeschiff der Kauffahrteiflotte (Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts 4, 1890).

Bedeutung "offener Behälter", substantivisches Determinativkompositum mit Behälterteilbezeichnung als Hinterglied

  • Rumpfkasten m. Kasten in einem Mühlenrumpf Ausbeuteln, das Mehl od. Schrot durch das Beuteltuch in den Rumpfkasten schütteln (Pierer's Universal-Lexikon, 1857, s.v. ausbeuteln).
  • Rumpflager n. Auflagestelle in einem Fahrzeug- oder Behälterrumpf Auf dem horizontalen Schenkel steht das gewöhnliche Rumpflager mit recht langen, in der Mitte äusserlich kugelförmig gestalteten Lagerschaalen (Chemie-Arbeit in Werk und Labor 3, 1880).
  • Rumpfleiter f. Gestell in einem Mühlenrumpf Der Rumpf (Goße) hat die Gestalt eines viereckigen Trichters, dessen untere offene Seite schräg ist; er liegt in einem viereckigen Rahmen, der Rumpfleiter, welche vorn auf den Stelzen, hinten auf den Drehstelzen ruht (Pierer's Universal-Lexikon, 1860, s.v. Mühle [1]).
  • Rumpfloch n. (1) Mehlloch in einer Mühle die Einfassung des Beutels am Mehlloch (Rumpfloch) (Pierer's Universal-Lexikon, 1862, s.v. Rumpf [1]). - Das Rumpfloch, des -es, plur. die -löcher, in den Mühlen, ein Loch an dem Beutelkasten (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v.).
  • Rumpfwand f. (3) Wand eines technischen Transportbehälters
  • Rumpfzeug n. Vorrichtung in einer Mühle, die das Mahlgut zuführt Das Zuführungs- od. Rumpfzeug; um das Getreide zwischen die Mühlsteine zu bringen, dient der Rumpf, welcher über demselben befestigt ist, u. in welchen das Getreide mittelst des Ausschüttfasses (Ausschüttkastens) geschüttet wird (Pierer's Universal-Lexikon, 1860, s.v. Mühle [1]).

Bedeutung "kompakte Landmasse ohne Inseln und Halbinseln", substantivisches Determinativkompositum mit Dimensionsbezeichnung als Hinterglied

  • Rumpfmasse f. (3) Landmasse Der Rio Grande del Norte (f. Abbildung, S. 448) gehört mit einem großen Teile seines Gebietes bereits der Rumpfmasse Nordamerikas an (Sievers/Deckert/Kükenthal, Amerika: Eine allgemeine Landeskunde, 1894).

Bedeutung "rumpfähnliches Objekt", substantivisches Determinativkompositum mit Speisebezeichnung als Hinterglied

  • Rumpfkäse m. eine Art Lebkuchen Rumpfkäse, eine Art Lebkuchen (Pierer's Universal-Lexikon, 1862, s.v.).

Bedeutung "unvollständiger Rest", substantivisches Determinativkompositum mit Institutionenbezeichnung als Hinterglied

  • Rumpfassemblée f. unvollständige politische Versammlung Beim Staatsstreiche vom 2. Decbr. wurde er von der Rumpfassemblée zum Obercommandanten der Truppen u. Nationalgarde ernannt (Pierer's Universal-Lexikon, 1861, s.v. Oudinot).
  • Rumpfbundestag m. unvollständiger Rest-Bundestag der Großherzog von Weimar darf sich alles Ernstes beklagen, daß seine Armee ihm durch den Rumpfbundestag böslich entwendet wurde (Treitschke, Zehn Jahre deutscher Kämpfe, 1897).
  • Rumpfkammer f. (3) unvollständige politische Kammer Plötzlich wird sie auf die Handelskammer, welche durch die Lässigkeit der Behörde schon lange als Rumpfkammer ein statutenwidriges Dasein fristete, aufmerksam (Reform 14, 1875).
  • Rumpfparlament n. unvollständiges Rest-Parlament Rumpfparlament, 1) (Rump-parliament), der Rest des Unterhauses des 1640 einberufenen englischen Parlaments (Pierer's Universal-Lexikon, 1862, s.v.). - Jetzo stand nur noch der Vogel-Torso, gleichsam das Rumpfparlament, an die Stange gepfählt, das die Kron-Lustigen zu dissolvieren suchten (Jean Paul, Blumen-, Frucht- und Dornenstücke, 1796-97).
  • Rumpfstaat m. unvollständiger Rest-Staat Denn wenn es wahr ist - und wie glauben in den vorausgehenden Abschnitten den Beweis dafür gegeben zu haben - daß dieser Gebietsverlust Oesterreich auf das Allerentschiedenste schwächen, es im weiteren Verlauf der sich daran knüpfenden Folgen durchaus vom Meere abwerfen und damit, so zu sagen, zu einem Rumpf-Staat degradiren [...] würde ... (Der Besitz Venetiens und die Bedeutung des Neu-Italischen Reiches, 1861).

Bedeutung "unvollständiger Rest", substantivisches Determinativkompositum mit Lokalitätsbezeichnung als Hinterglied

  • Rumpfgebirge n. Rest einer Gebirgsbildung Solche Gebirge, die nur als Überrest alter Hochgebirge zu betrachten sind, werden daher auch „Rumpfgebirge" genannt (Gaetzschmann, Vollständige Anleitung zur Bergbaukunst, 1846).
  • Rumpfland n. Landmasse ohne Inseln und Halbinseln Zur Halbinsel würde zwar noch der nordöstliche Thcil von der Provinz Jakutsk an den Strömen Indigirka und Kolyma gehören, wir nehmen sie aber hier mit dem ostsibirischcn Rumpfland zusammen (Reuschle, Handbuch der Geographie oder Neueste Erdbeschreibung, 1858).

Bedeutung "unvollständiger Rest", substantivisches Determinativkompositum mit Abstraktum als Hinterglied

  • Rumpfstrecke f. unvollständiger Rest einer Eisenbahnstrecke Der Jahresbericht erwähnt der endlichen Aussicht auf Fortsetzung der Rumpfstrecke Westbahnlinie-Baumgarten bis Hütteldorf (Zeitschrift für Transportwesen und Strassenbau 9, 1892).

Bedeutung unklar, substantivisches Determinativkompositum mit Materialbezeichnung als Hinterglied

  • Rumpfleder n. Leder von jungen Kälbern Stiefel von Rumpfleder. noch wenig getragen (Amtsblatt der Preussischen Regierung zu Königsberg 33, 1843). - Das Rumpfleder, des -s, plur. doch nur von mehrern Arten, ut nom. sing. bey den Schustern, das Leder von vier- bis fünfwöchentlichen Kälbern, vielleicht weil es zu den Rümpfen der Stiefel genommen wird (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v.).

Bedeutung unklar, substantivisches Determinativkompositum mit Instrumentbezeichnung als Hinterglied

  • Rumpfzange f. Zange in einem Eisenhammer Rumpfzange, große Zange, womit die Eisentheile aus dem Frischherde unter den Hammer gebracht werden (Pierer's Universal-Lexikon, 1862, s.v.). - Die Rumpfzange, plur. die -n, in den Eisenhämmern, eine Zange, womit der eingeschmelzte Teul unter dem Hammer gezänget wird (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1798, s.v.).